Machete Kills

MACHETE KILLS“ von Robert Rodriguez (Story, K, Co-Schnitt + R; USA 2012; B: Kyle Ward; 107 Minuten); die HACKFRESSE ist wieder zurück. In Gestalt des Ex-Knacki-Hünen und Cousin von Robert Rodriguez DANNY TREJO, Jahrgang 1944. Also auf die 70 zugehend.

Im November 2010 war er bereits als „Machete“ in dem gleichnamigen Kino-Schrott-Movie zu sehen, die Fortsetzung ist erheblich bescheuerter. Weil nur noch STÄNDIG völlig ausrastend. Der Tarantino-Kumpel Rodriguez, über Trash-Leckerlis wie „El Mariachi“ (1994), das Remake „Desperado“ (1992 + 1995), „From Dusk Till Dawn“, „Irgendwann in Mexiko“ und „Sin City“ sowie „Death Proof – Todsicher“ Genre- populär geworden, verhob sich hier irrsinnig. Im wahrsten Sinne. Hier geht es nur noch darum, ununterbrochen blutige Gemetzel zu veranstalten und blutrünstige Details süffisant „auszukosten“. Köpfe rollen, Knochen brechen, Eingeweide platzen und werden gehäckselt, sexistische Männerphantasien um halbnackte Frauen mit scharfen Waffen in die Schlacht geworfen, eine Story ist keine Story. Dient nur zur Aneinanderreihung von Gewalt-Exzessen. Um diese menschliche Maschine, die im Auftrag des US-Präsidenten einen mexikanischen Kartell-Boss ausschalten soll, der eine Atomrakete besitzt. Deren Zünder mit dessen Herz verbunden ist. Promis wie Mel Gibson, Antonio Banderas, Charlie Sheen mit seinem bürgerlichen Namen Carlos Estévez als Präsident schauen kurz mal rüpelig vorbei. Während fotogene „Backfische“ wie Amber Heard, Alexa Vega oder Sofia Vergara und Michelle Rodriguez als männermordende Knallchargen posieren. Und sogar Lady Gaga als ein Teil von Killer El Cameleón kurz auch mal ´ran darf.

Okay, wenn der grimmige, mit Tattoos übersäte Vollpfosten Machete sein „Machete twittert nicht“ raunzt, besitzt das durchaus „Schweinebacken-Charme“, aber das war es dann auch. Mit der coolen Ironie. Der Rest ist nur totaler wie beliebiger Scheißhaus-Murks. Mit dem Signal: Fortsetzung folgt (= ½ PÖNI, als Weihnachts-Gag).