Sin City Kritik

SIN CITY“ von Robert Rodriguez (USA 2005; 124 Minuten; Start D: 11.08.2005); der bekanntlich 1993. im Alter von 23 Jahren, für sagenhafte 7000 Dollar den tollen Rabauken-Hit „El Mariachi“ und dann, 1995, das aufgemotzte Remake „Desperado“ schuf. Hier huldigt er, gemeinsam mit dem Regie-Debütanten Frank Miller und Gast-Regisseur Quentin Tarantino, dem TRASH-Kult. Basierend auf den gleichnamigen, düsteren Comics von eben jenem Frank Miller (aus den 90er Jahren) entstand ein faszinierend-visuelles, ultra-brutales und dennoch sinnlich-kraftvolles „Schrott-Movie“. Um Figuren und Motive in der „Schlimmsten“ aller Städte.

„Sin City“ ist ein Universum von Schatten-Bildern, Dunkel-Kreaturen und Bastard-Charakteren. Grandios stilisiert eingefangen, in atemberaubend-atmosphärischen, digitalen Spezialeffekten und Schwarz-Weiß-Farbbildern. Mit Stars wie BRUCE WILLIS, Clive Owen, MICKEY ROURKE, Sex-Biene Jessica Alba, Elijah Wood und Benicio Del Toro als köstlich-schräge, abartige Comic-Gestalten. Der „film noir“ bekommt hier eine aufregend- neu-irre (Be-)Deutung. Natürlich gewöhnungsbedürftig und nichts für sensible Gemüter, ganz im Gegenteil, und dennoch voller Ereignis-Phantasie und Power-Rotz. Schön-böses Kintopp (= 4 PÖNIs).