Der weiße Planet

DER WEISSE PLANET“ von Thierry Ragobert und Thierry Piantanida (FR/Canada 2006; 86 Minuten; Start D: 28.12.2006); die als Drehbuch-Autoren und Regisseure einst mit/bei Jacques Cousteau zusammengearbeitet haben. Stichwort also: Dokumentarische Langzeit-Natur-/-Tierbeobachtung. Und Tier- bzw. Naturfilme sind ja derzeit auch in den Lichtspielhäusern weltweit „in“, siehe „Die Reise der Pinguine“ oder „Nomaden der Lüfte“ bzw. „Mikrokosmos“. Hier nun, bei dieser Co-Produktion Kanada/Frankreich, geht es in die arktische Tierwelt, ist eine Hommage an das Leben im ewigen Eis annonciert.

Lose wird der Kreislauf eines Jahres beschrieben, werden zahlreiche Tierarten wie Eisbären, Belugawale oder Karibus und ihr (Überlebens-)Umfeld vorgestellt, geht es schließlich um die zunehmenden Gefahren und Folgen für diese Region, ausgelöst durch Klimawandel und Umweltzerstörung. Dabei wird weniger „wissenschaftlich“ und mehr „emotional“ argumentiert, vor allem über die sehr gefühlsbetonte Musik von BRUNO COULAIS, bekannt bereits durch seine Klänge für Filme wie „Mikrokosmos“ (= 1997/französischer Filmpreis als „Beste Musik“), „Die purpurnen Flüsse“ sowie natürlich „Die Kinder des Monsieur Mathieu“ (= 2004/“Oscar“-Nominierung/“Europäischer Filmpreis“). Eine Art „Oper der Wildnis“ sozusagen. Zudem wurde hierzulande mit dem aus Berlin stammenden „Promi“-Sänger BEN ein sprachlicher Begleiter bestimmt, dessen Kommentare eher „aha“-unverbindlich denn nahegehend sind bzw. bleiben.

So konstatieren wir: Mitunter wunderschöne Landschaftsaufnahmen, packende Tiermotive, atmosphärische Eindrücke, visuell durchaus imponierend, aber als „Meditation über einer bedrohten Welt“ INSGESAMT irgendwie auch „beliebig“ wirkend. Vor allem, wenn es dann ums „menschlich Eingemachte“ geht, der zunehmenden Zerstörung dieser für den Kreislauf/das Funktionieren dieses Planeten so wichtigen Klima-Region. Diesbezüglich bietet das (auch kindgerechte) BUCH zum Film schon weitaus mehr (klärende) Information (= „schwache“ 3 PÖNIs).