UNSERE LEHRERIN, DIE WEIHNACHTSHEXE

PÖNIs:    (1,5/5)

„UNSERE LEHRERIN, DIE WEIHNACHTSHEXE“ von Michele Soavi (Italien 2018; B: Nicola Guaglianone; K: Nicola Pecorini; M: Andrea Farri; 99 Minuten; deutscher Kino-Start: 07.11.2019); in Italien feiern sie den so genannten Befana-Brauch. Der sorgt für Geschenke in der Nacht auf den Dreikönigstag, also vom 5. zum 6. Januar. Auf der Suche nach dem Jesus-Kind fliegt eine Hexe auf ihrem Besen von Haus zu Haus und deponiert dort Gaben, oftmals in bereitliegenden Strümpfen. Behauptet das „katholische“ Märchen. Die Hexe-hier allerdings heißt Paola. Die ist tagsüber Lehrerin an einer Grundschule, während sie sich nachts in die genannte ältliche, knochige Weihnachtshexe verwandelt. Als Paola aber von einem schurkischen Spielzeughersteller entführt wird, greift eine keineswegs homogene Gruppe von sechs Kindern ein, um ihre Lehrerin-Hexe zu befreien. Klingt nach Reißbrett-Charme, ist auch selbiger. Mal etwas ulkig, viel nervig.

„La Befana vien di notte“, so der originale Titel, ist ein schlaffer, wenig plausibler italienischer November-Weihnachtsfilm-Mix aus Fantasy und Abenteuer. Ziemlich schlusig, mit bisweilen wenig schlüssigen Zusammenhängen montiert und mit blassem Figuren-Ensemble ausgestattet. Lieblos aber auch die deutsche Synchronisation, die sich bisweilen hallig-„fahrlässig“ anhört; übrigens in der Titelrolle ist „Tagesschau“-Blondine Judith Rakers im stimmlichen Einsatz. Was aber auch egal ist, denn dieser alberne Streifen, der mal wieder zuletzt das Hohe Lied auf Freundschaft und Solidarität anstimmt, zählt zu jenen neuen Filmen, die im hiesigen Kino – das diese Woche mit insgesamt 25 neuen Filmen protzt (!) – keine besonderen Aufführungs- wie Unterhaltungsspuren hinterlassen, also überflüssig sind (= 1 1/2 PÖNIs).

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