UNFRIEND

UNFRIEND“ von Simon Verhoeven (Co-B + R; D 2015; Co-B: Philip Koch, Matthew Ballen; K: Jo Heim; M: Martin Todsharow; 93 Minuten; Start D: 07.01.2016); mit seinen beiden „Männerherzen“-Movies (s. Kino-KRITIK) hat er 2008 + 2011 für schönen Unterhaltungsschwung im deutschen Lichtspiel gesorgt. Bei seiner ersten deutschen „ernsten“ Spielfilm-Produktion für den internationalen Markt patzt SIMON VERHOEVEN.

Es ist immer derselbe Computer-Horror. Zum Beispiel bei bzw. mit Kids. DIE verbringen tagtäglich Stunden vor der „Technik“, auch als „soziale Medien“ bezeichnet, um den vielen „Freunden“ alles mitzuteilen, was sich so ereignet. Oder was als „Ereignis“ tituliert wird. Laura (Alycia Debnam-Carey) genießt als Psychologiestudentin ihre Camp-Beliebtheit. Als sie eines Tages von der – auch äußerlichen –Außenseiterin Marina (Liesl Ahlers) angesprochen wird und mehr aus Höflichkeit zunächst „mitmacht“, entpuppt sich diese als extrem aufdringlich, besitzergreifend, zudringlich. Als Laura sie schließlich abweist, ist „Horror“ die Fluch-Folge. Denn Marina entpuppt sich als Hexe, präziser: Dämon, und vermag fortan, Laura überall zu drangsalieren. So dass in ihrem Umfeld plötzlich „Freunde“ sterben und sie zur öffentlichen Un-Person avanciert.

Anfangs noch ganz nett, spannend, dann aber total vorhersehbar, mit Logik-Löchern zuhauf, bekannten läppischen Motiven. ZIEH‘ DOCH EINFACH DEN STECKER RAUS, möchte man dem Mädel zuraunzen, aber dies geht ja angeblich auch nicht (mehr). Behauptet diese fade Spuk-Show mit holprigen wie bekannten Effekten. Also muss Laura und müssen wir da durch. Bäh-Schreck lass nach. Vor diesem Hokuspokus-Pixel-Genre-Kram.

Also: Vor dem allgegenwärtigen Facebook-Horror sei gewarnt. Gähn (= 1 ½ PÖNIs).