TATORT: QUERSCHLÄGER (1.12.2019)

PÖNIs:     (2,5/5)

(Fotoquelle: NDR / Sandra Hoever)

Vor einem Jahr, am 18. November 2018, war das Bundespolizisten-Duo Thorsten Falke und Julia Grosz (WOTAN WILKE MÖHRING & FRANZISKA WEISZ) im Krimi „Treibjagd“ „halbwegs“, also routiniert, gut unterwegs (s. TV-KRITIK/3 PÖNIs). Heute, bei ihrem 12. „Tatort“-Einsatz, inszeniert vom TV- und Kino-Spielleiter Stephan Rick, der 2015 fürs Kino einen soliden Psycho-Thriller nach Martin Suter ablieferte: „Die dunkle Seite des Mondes“ (s. Kino-KRITIK), war mittelmäßige Spannungskost annonciert. Nach einer halben Stunde mit intensivem Nerventhrillgrummel sackte die Geschichte – Drehbuch: Oke Stielow – nur noch ab. In einen Kinderkram-Krimi. Mit viel unlogischem Ballast, bei dem wir auch noch vor den Ermittlern wissen, wer, wie, was, warum ist. Weil „der Erpresser-Schurke“ (MILAN PESCHEL), der UNS von Anfang an bekannt gemacht wurde, zwar auch Mörder war, aber irgendwie ein Nicht-Ganz-So-Schlimmer. Mehr: verzweifelter. So dass zum Schluss sogar Kitsch-Tränen flossen. Dieser „Tatort“ war so raffiniert wie Trocken-Kuchen (= 2 1/2 PÖNIs).

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