TATORT: KEIN MITLEID, KEINE GNADE (12.1.2020)

PÖNIs:      (4/5)

(Fotoquelle: WDR/Thomas Kost)

Auf die Kölner Alfred „Freddy“ Schenk & Max Ballauf ist meistens „Tatort“-Spannungsverlass. So davor auch bei ihrem 76. Fall (seit dem 5.10.1997) „Kaputt“ vom 10. Juni vorigen Jahres (s. TV-KRITIK). Heute waren DIETMAR BÄR und KLAUS J. BEHRENDT, im ARD-„Tatort“-Film 1117, erneut in einer richtig GUTEN Krimi-Folge aktiv. Drehbuch: Johannes Rotter; Regie: Felix Herzogenrath. Thema: die Social Media-Generation und ihre intoleranten und miesen Auswüchse. Schwule gelten immer noch als „inakzeptabel“, Homophobie als brauchbare Angriffsfläche; Mobbing als „akzeptable“, inzwischen längst eingemeindete, willkommene Breitenkommunikation. Und wenn dabei mal etwas schiefläuft, dann „fertige“ ich eben ein Video für die Netz-Vorurteiler an. Die jeden Scheiß als „wahr“ übernehmen. Von wegen: Der Kitzel, über andere freihändig herziehen zu können. Als ziviler Ankläger. Was der beschuldigte „Freddy“ Schenk sogar im Kollegenpool zu spüren bekommt. Eine Entdeckung: EMMA DROGUNOVA als kriminelles Flittchen mit abgeklärter, eisiger Täter-Pose. Ein überzeugender Tiefgang-„Tatort“ mit enormer (An-)Spannung (= 4 PÖNIs).

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