TATORT: DIE EWIGE WELLE (26.5.2019)

Foto: BR Wiedmann und Berg – Hendrik Heiden

Bin immer neugierig, gespannt, wenn „die Münchner“ Batic & Leitmayr (MIROSLAV NEMEC & UDO WACHTVEITL) an der „Tatort“-Front zu tun haben. Heuer, im 1096. Krimi der populären Reihe, waren sie zum 81. Mal (seit dem 01.01.1991) gemeinsam unterwegs. Zuletzt, am 2. Dezember 2018, erhielten sie für ihre Aktivitäten in „Wir kriegen euch alle“ viel Lob (s. TV-KRITIK). Dagegen zählt „Die ewige Welle“ – Drehbuch gleich von zwei Autoren: Alex Buresch und Matthias Pacht; Spielleiter: Andreas Kleinert – zu den blödesten, lächerlichsten, also peinlichsten Filmen dieser ARD-Unterhaltungsreihe überhaupt.

1.) Wieder einmal: private Scheiße. Vom Ex-Hippie und Jetzt-Bullen Leitmayr. Der mit irgendeiner Beziehungskiste von vor 35 Jahren (in Portugal) heute konfrontiert wird. Deshalb umgehend seinen „Polizisten“ hängen lässt, um in private Melancholie abzudriften. Von wegen: Ein alter Kumpel, Marke: herunter-gekommener Berufsjugendlicher, steckt in Dealer-Nöten. Spätere Alibi-Begründung: will seiner Tochter „damit“ das Medizin-Studium in Breslau finanzieren. Ist schwer verletzt, vermag aber trotzdem viel herumzuflitzen und auch noch schnell mal zu ficken. Schwachsinn.

2.) Batic hat Rücken. Warum? Schwachsinn.

3.) Leitmayr trifft auf die Holde von einst. Verhört sie erst und fickt sie später. Schwachsinn.

4.) Die Story besitzt nach 5 Minuten keinen Reiz, keine Spannung, keinen Sinn mehr. Für jede Szene gibt es eine Gegenrede. Von wegen totale Unlogik, fatale Dumm-Dialoge („Des is ja auch interessant irgendwie“) und lauter Figuren-Schlaffis. Wie den sich vergeblich über-anstrengenden ANDREAS LUST, dessen grinsende Mikesch-Hackfresse immer unerträglicher wird. Schwachsinn.

5.) Irgendwann gegen Ende muss jemand dem überforderten Regisseur verklickert haben, dies ist doch ein Krimi. Also lässt Andreas Kleinert herum-ballern. Beteiligte: Klischee-„Schurken“ von der 08/15-Billig-Stange. Schwachsinn.

6.) Auch diese kurze Episode in der „schönen Kunst-Welt“ mit dem dortigen Bedarf nach Schnief-Material war unlustig, nur blöd, einfältig. Un-schick. Schwachsinn.

7.) „Sachen fangen an, Sachen hören auf“, heißt es an einer Stelle. Bitte diesen Autoren und dem Regisseur sagen = HÖRT AUF! Dreht eure kleinen miefigen Fernsehspiele woanders, aber nicht auf solch einem attraktiven Krimi-Sendeplatz vom Sonntag-ARD-Abend. Euer Film ist eine Krimi-Beleidigung!

„Die ewige Welle“ hat die „Tatort“-Reihe schlimm beschmutzt (= 0 PÖNIs).

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