SPLENDOR

SPLENDOR“ von Ettore Scola (B+R; It 1989; 110 Minuten; Start D: 23.08.1990).

Das ist der Name eines pompösen Lichtspielhauses in der italienischen Provinzstsdt Arpino. Das “Splendor“ war lange Jahre d e r kulturelle und gesellschaftliche Mittelpunkt. Hier traf man sich in guten und in schlechten Zeiten. Hier gab es Träume und Schutz vor dem grauen Alltag, hier liefen die großen Kunstwerke der Filmgeschichte. Der Film “Splendor“ von Ettore Scola konzentriert sich auf drei Personen: Auf Jordan, den Kinomacher, auf Chantal, die rassige Geliebte und Platzanweiserin, und auf Luigi, den enthusiastischen Fan und Vorführer. Ihre Lebensgeschichten sind eng mit der des Kinos verbunden. “

Splendor“ ist ein einfühlsamer, melancholischer, zeitlich sehr sprunghafter und zum Schluss wunderbar-märchenhafter, kinogerechter Abschied. Abschied von einer Kunst, die nicht mehr den Enthusiasten, sondern jetzt den Geschäftemachern gehört. Lange Rückblenden und Filmausschnitte erinnern an glanzvolle cineastische Zeiten und lassen Liebhaber ins Schwärmen kommen. MARCELLO MASTROIANNI, MASSIMO TROISI und die schöne, kluge Französin MARINA VLADY bilden ein faszinierendes Trio.

“Splendor“, ein schöner Film und eine hinreißende Hommage an das “wahre“ Kino (= 4 PÖNIs).