Spider-Man Kritiken

SPIDER-MAN 2“ von Sam Raimi (USA 2003; 127 Minuten; Start D: 08.07.2004).

Hier nun die Fortsetzung des überaus erfolgreichen ersten „Spider-Man“, der weltweit über 800 Millionen Dollar an der Kinokasse eingespielt hatte. Wieder von Sam Raimi, der Filme wie „Tanz der Teufel“, „Darkman“ und „The Gift – Die dunkle Seite“ inszeniert hat. Das Drehbuch stammt vom 2-fachen „Oscar“-Preisträger Alvin Sargent („Julia“ und „Eine ganz normale Familie).

Die Fortsetzung handelt mehr oder weniger vom Innenleben des Peter Parker/Spider-Man (TOBEY MAGUIRE). In den ersten 90 Minuten des 127 Minuten langen Filmes werden die vielen Nachteile aufgezeigt, die das Doppelleben eines Helden so mit sich bringt. Vom Chef gehänselt, vom Vermieter wegen ausbleibender Miete ständig bedrängt, vom College-Professor wegen mangelnden Engagement im Studium beschimpft, auf der Straße herum geschupst und seiner großen Liebe aus der Nachbarschaft (KIRSTEN DUNST) kann er seine Gefühle nicht gestehen, denn er hat ja eine Mission zu erfüllen. Oder so ähnlich. Zu allem Überfluss macht ihn sein ehemaliger bester Freund Harry (JAMES FRANCO) für den Tod seines Vaters (WILLEM DAFOE im ersten Teil) verantwortlich. Schwer ist das Privatleben eines Super-Helden. Doch dann taucht der Super-Schurke Doc Ock (ALFRED MOLINA) auf. Ein wahnsinniger Wissenschaftler mit mechanischen „Alien-Schläuchen“ am Körper („Matrix 3“ lässt schön grüßen). Jetzt kann sich Spider-Man auch wieder auf das Wesentliche konzentrieren, die bereits erwähnte Mission.

Erst in der letzten halben Stunde nimmt der Film dann endlich Fahrt auf, ansonsten ist „Spider-Man 2“ langweilig und ermüdend (= 2 ½ PÖNIs).