Pornorama Kritik

PORNORAMA oder Die Bekenntnisse der mannstollen Näherin Rita Brauchts“ von immerhin MARC ROTHEMUND (D 2007; 94 Minuten; Start D: 11.10.2007); der mit Filmen wie „Das merkwürdige Verhalten geschlechtsreifer GROSSstädter zur Paarungszeit“ (1997) und „Harte Jungs“ (2000/“Deutscher Videopreis“) anfing und zuletzt mit „SOPHIE SCHOLL – DIE LETZTEN TAGE“ („Silberner Berlinale-Bär“/2005; „Deutscher Filmpreis“; „Oscar“-Nominierung) einen beachtlichen künstlerischen Publikums-Erfolg verbuchen konnte.

Umso fassungsloser diese seine neueste Plotte aus dem Münchner „Sommer Of Love“ von 1968: Zwei unterschiedliche Brüder, der Eine ist ein netter Kleinkrimineller, der Andere ein Polizei-Beamtenanwärter mit filmischen Ambitionen. Drum herum: Mehr oder weniger fröhliche „Revolutionäre“ und so man andere debile Zeit-Figuren (wie z.B. Michael Gwisdek als sächselnde Kinovorführer-Frohnatur oder dämliche Ordnungshüter). Man will einen erfolgreichen Sex-Film drehen, weil die doch damals („Mysterien des Orgasmus“) so kassenfreundlich waren. Und landet schließlich bei Heinz Badewitz-Himself auf den 2. Hofer Filmtagen „damit“. Unfassbar.

Doof-blödsinnig. Lahm. BENNO FÜRMANN gibt den Klein-Macker, TOM SCHILLING scharwenzelt als liebestrunkener Fast-Beamter durch die okkulte Szenerie (= Joke), KAROLINE HERFURTH kommt als Kommunardin Luzi nett daher. Man traut seinen Augen nicht: Opas Kintopp triumphiert wieder im deutschen Lichtspiel-Förderungswald (= 1 ½ PÖNIs).