Perfekte Verbrechen Kritik

DAS PERFEKTE VERBRECHEN“ von Gregory Hoblit (USA/D 2007; 113 Minuten; Start D: 17.05.2007); der seit 1996 auf dem Hollywood- Markt ist (Klasse-Debüt mit dem Gerichts-Drama „Zwielicht“/mit Richard Gere + Edward Norton; danach u.a. der Science-Fiction-Fantasy-Thriller „Frequenzy“/mit Dennis Quaid/2000 + das Kriegs-Drama „Das Tribunal“/mit Bruce Willis + Colin Farrell/2002).

In diesem Gerichts-Thriller geht es um…s. Titel: Älterer Ingenieur wird von seiner Frau betrogen, schießt ihr bei der Rückkehr/Zuhause eine Kugel in den Kopf, sie überlebt mit schweren Gehirnschäden, er wird des versuchten Mordes angeklagt. Für den jungen, eitlen, ehrgeizigen, sich selbst überschätzenden Karriere-Staatsanwalt ist der – einfache – Fall ganz klar. Doch da hat er sich in dem äußerst gewitzten, mit allen Wassern gewaschenen, sehr intelligenten wie äußerst gefühlskalten „Gegenüber“ arg getäuscht. Der versteht es nämlich sehr geschickt, die Fakten so zu manipulieren, dass er möglicherweis straffrei herauskommt. Ein interessantes Duell beginnt.

Dass vor allem dadurch (einzig) lebt + gewinnt, weil mit „Oscar“-Preisträger SIR ANTHONY HOPKINS (kürzlich: „Mit Herz und Hand“) ein Schauspieler-Gigant klasse-mimt + mitmischt. Obwohl der Story-Plot nicht sonderlich viel Überraschendes zutage bringt, ist es immer wieder ein Genuss, IHN uneitel wie herrlich-dämonenhaft, erinnernd an SEINEN „Hannibal Lecter“ in „Das Schweigen der Lämmer“ & Co., zu erleben/zu genießen. Der 69jährige brilliert in dem okay-konstruierten, stilvoll-fotografierten, schick-soliden Oberflächen-Thriller, während drum herum Kollegen wie der bemühte RYAN GOSLING („Mord nach Plan“) als übertölpeltes Staatsanwalt-Jüngelchen und der vorzügliche DAVID STRATHAIRN („Good Night, and Good Luck“/“Oscar“-Nominierung) gute Stichwortgeber für die Hopkins-Show abgeben.

Ein unterhaltsamer Routine-Genre-Streich (= 3 ½ PÖNIs).