Next of kin Kinokritik

NEXT OF KIN“ von Atom Egoyan (B + R; Kanada 1984; 70 Minuten; Start D: 1990)

Peter ist 23 und lebt bei seinen Eltern. Die sind reich, langweilig und streiten sich den ganzen Tag. Um mit der Situation klar zu kommen, teilt Peter sich in zwei Hälften. Die eine Hälfte schauspielert und benimmt sich so, wie es sich die Eltern wünschen.
Die andere Hälfte wacht darüber und macht sich lustig. Aber auch dieses Spiel erschöpft sich bald. Peter hat wirklich keine Lust mehr auf seine Familie. Also sucht er sich eine neue, denn: Was könnte spannender sein, als sich in eine neue Familie einzubringen und deren Probleme zu lösen? Durch einen Trick findet Peter eine Familie. Die hat zwar auch ihre Macken, aber er fühlt sich in dieser Familie doch entschieden wohler. Peter beschließt, vorläufig bei ihnen zu bleiben.

„Next of kin“ heißt der charmante Debutfilm des Kanadiers Atom Egoyan. „Next of Kin“, das bedeutet soviel wie ‘die nächsten Verwandten‘. Der Film ist nicht nur märchenhaft und voller Ideen, er hat auch durchaus realistische Seiten, denn: Natürlich ist man mit allen Leuten geduldiger als mit der eigenen Familie.

„Next of kin“ ist ein enorm phantasievoller, rührender Film mit ungewöhnlichen Perspektiven (= 4 PÖNIs).