Nach 7 Tagen – Ausgeflittert Kritik

NACH 7 TAGEN – AUSGEFLITTERT“ von Bobby und Peter Farrelly (USA 2007; 116 Minuten; Start D: 01.11.2007); deren „andere“ Komödien inzwischen weltweit von einer GROSSen Gemeinde geschätzt bzw. goutiert werden. Freche, derbe, komische Späße wie „Dumm und Dümmer“ (mit Jim Carrey), vor allem „VERRÜCKT NACH MARY“ (1998/mit Cameron Diaz + Ben Stiller), „Ich, beide & sie“ (mit Jim Carrey und Renée Zellweger) + „Schwer verliebt“ (2001/mit Gwyneth Paltrow + Jack Black) haben kess-extreme Unterhaltungsspuren hinterlassen. Ihre Sympathie für jegliche Form von Exzentrik und „Andersartigkeit“ macht sie heutzutage, im fast-nur-noch-glatten Hollywood-Gelächter, einzigartig. Und auch hier gehen sie wieder „forsch“ ans „verdrehte“ Beziehungswerk. „The Heartbreak Kid“, so der Originaltitel, ist ein Remake und hieß 1972 bei uns „Pferdewechsel in der Hochzeitnacht“ (R: Elaine May; B: NEIL SIMON; mit Charles Grodin + Cybill Shepherd).

Im Mittelpunkt bei diesen neuen amourösen Alptraum-Verirrungen steht Edddie. Der ist gerade 40 geworden, führt ein Sportartikelgeschäft und ist Single. Sein immer noch hyperaktiver 77jähriger Sex-„Maniac“-Daddy sowie sein unter der Ehefuchtel stehender beste Freund setzen ihm tagtäglich in Sache Endlich-Heirat so mächtig zu, dass er es schließlich wagt. Doch die vermeintliche Traumfrau entpuppt sich als ziemlich bescheuertes wie schon sehr bald mächtig nervendes Alptraumwesen, während ihm auf der Hochzeitsreise tatsächlich DIE Traumfrau begegnet. Was tun? Die Farrelly-Brüder wissen gut Rat, indem sie gerne wie ausdauernd die Grenzen des sog. „guten Geschmacks“ ausprobieren/aushebeln. Dabei wird einmal mehr die „frigide amerikanische Heuchel-Einstellung“ zum Thema Sex gehörig aufs respektlose Korn genommen.

Eine turbulente Verwechslungskomödie nimmt ihren un-feinen Dauer-Unterhaltungslauf. BEN STILLER (neulich: „Nachts im Museum“) verbreitet wieder einmal den urig-schrägen Nice-Guy-Tölpel-Charme, während sein wirklicher Papa Jerry Stiller ihm hier den wüsten Beziehungston vorgibt. Desweiteren sorgen MICHELLE MONAGHAN („Mission Impossible III“) und MALIN AKERMAN für die „atmosphärische“ Weibsen-Stimmung. Eine wieder völlig gegen den guten Geschmacks-Strich erzählte/gebürstete Farrelly-Schelmerei; mit wieder viel guter Böller-Komik (= 3 ½ PÖNIs).