Meine schöne Bescherung Kritik

MEINE SCHÖNE BESCHERUNG“ von Vanessa Joop (D 2007; 96 Minuten; Start D: 22.11.2007); drehte „Vergiss Amerika“/1999, wird als ulkige „Familien-Komödie“ deklariert, entpuppt sich aber als eine jener dümmlich-humorlosen deutschen Unterhaltungsversuche, die man sich SO nur leisten kann, wenn man locker-risikolos gefördert wird (Medienboard Berlin-Brandenburg in Zusammenarbeit mit dem RBB, Deutscher Filmförderfonds, Filmstiftung NRW, mit Unterstützung von FFA und BKM).

Weihnachten. Ehepaar. Hausfrau-Frau Sara und Psychologe Jan. ER ist ihr 4. Ehemann, Sie hat 3 Kinder von 3 verschiedenen Männern mit in die Ehe gebracht, Er seinen Sohn aus erster Ehe. Zum Fest der Liebe hat sie, unabgesprochen, sämtliche Ex-Ehepartner mit deren neuen Partnern eingeladen. Und DIE kommen auch alle. ER, Jan, ist sauer, macht aber – zunächst – gute Miene zum bösen Familien-Spiel. Man zofft sich, klar. Jeder darf „seinen Blödmann in sich“ ´rauslassen. Keiner geht. Auch die beiden Heimtiere machen sich an. Die – viel zu lange – unausgesprochen bleibende (einzige) Pointe: SIE, das Muttertier, WILL NOCH EIN GÖR. Ist auch wieder schwanger. ABER!!!!!: ER hat sich, ohne es ihr zu sagen, inzwischen sterilisieren lassen. ER will kein Kind mehr. Aber von was oder wem ist Sie schwanger? Des langen Rätsels Lösung: Sie hat sich künstlich befruchten lassen, weil von ihm ja „nichts kam“. IST DAS NICHT SAU-KOMISCH?

Leider-Antwort: NEIN. Ist meistens nur doof, langweilig, langatmig. Das Remake eines schwedischen Films („In Bed With Santa“/1999/keine Ahnung) umfasst insgesamt unüberschaubare, kaum ausgelotete 14 Typen/Figuren. Die hampeln herum, sagen Text auf, bewegen sich lahmaschig-vorhersehbar-uninteressant. Diese personelle Klischee-Suppe denkt und zeigt sich viel zu uninspiriert-humorlos, besitzt weder Slapstick-Charme noch deftigen Anarchie-Geschmack. Obwohl immerhin doch MARTINA GEDECK (in dieser Ursula-von-der-Leyen-Rolle ist sie so grottig wie noch nie) und HEINO FERCH den komödiantischen Führungston angeben, ist alles vergebliche Liebesmüh. Keine Unterhaltung möglich, weil die Regisseurin überhaupt nicht in der Lage ist/es überhaupt nicht versteht, überzeugende KOMIK zu inszenieren/Pointen zu setzen/TYPEN in urig-zweideutige Bewegung zu bringen. Alles-hier ist/wirkt so deutsch-platt, lahm, doof (= 1 PÖNI).