Mondjäger Kritik

MONDJÄGER“ von Jens-Peter Behrend (B+R; D 1990; 90 Minuten; Start D: 01.09.1990)

Die 14jährige Katrin und ihr Opa fahren zusammen irgendwohin. Aber wohin, dass erfährt der Zuschauer erst viel später, nämlich nach Brasilien.
Katrins Vater ist dort auf mysteriöse Weise gestorben. Die beiden wollen das Geheimnis lüften. “Mondjäger“ soll ein abenteuerlicher und gleichzeitig lehrreicher Film sein. Abenteuerlich, weil ständig Bilder von wilder Natur gezeigt werden und immerzu im Hintergrund Käuzchen schreien. Lehrreich, weil der Film vollgestopft ist mit Zeigefinger-Dialogen à la “Indianer sind genauso Menschen wie du und ich“. Außerdem-soll “Mondjäger“ ein Kinderfilm sein und das ist nun völlig unverständlich, denn viele Dialoge im Film sind portugiesisch und werden auch gar nicht übersetzt.
Außerdem ist der Film langweilig, da ereignislos und manchmal ist er zu brutal. In einer Szene wird z.B. ein Ritual der Indianer in Großformat gezeigt: Indianerjungen durchpieken sich mit dicken Holzpflöcken ihre Ohren.

“Mondjäger“ ist ein penetrant missionarischer Film mit blöden Dialogen, Holzhammerschnitten, langweiliger Optik und grauenhaften Schauspielern. Ein Film ohne Spannung und Atmosphäre (= 1 PÖNI)!