Moderns Kritik

THE MODERNS“ von Alan Rudolph (B+R; USA 1988; 126 Minuten; Start D: 14.09.1989).

Regisseur Alan Rudolph ist ein Träumer. In seinem letzten Film “Made in Heaven“ zeigte er uns seine Phantasien und Gedanken zum Thema ‚Das Leben nach dem Tod‘, oder seine Idee davon, wie es wohl im Himmel zugehen mag.
In seinem neuen Film “The Modems“ entwirft Rudolph ein Bild von Paris im Jahre 1926. Ein schillernder Schauplatz für Literaten, Mode- und Kunstbewusste, Schöpfer und Parasiten. Gertrude Stein, Hemingway und Fitzgerald geben sich die Hand. Und wer in der Literatur und Kunstgeschichte bewandert ist, der hat bei einigen Zitaten auch viel zu lachen.

Keith Carradine spielt den Karikaturisten Mr. Hart, französisch ausgesprochen und ins Deutsche Übersetzt ist die Rede von Herrn Kunst. Mr. Hart trifft zufällig in Paris seine Frau wieder, die ihn verlassen hat, mit der er aber immer noch verheiratet ist. Am Ende des Filmes kommen die beiden wieder zusammen, wenn auch eher durch einen Zufall. Zwischendurch werden viele Geschichten erzählt, eine Liebesgeschichte und ein Krimi, aber vor allem eben Geschichten um und über die Kunst.

„The Moderns“ wirkt oft sehr konstruiert, sehr stilisiert, vielleicht sogar gelackt.
Dennoch ist es immer wieder schön sich den berauschend stimmungsvollen Bildern hinzugeben. Ein Film, den man sich mehrmals ansehen kann, bei dem es immer wieder Neues zu entdecken gibt.

Und ein Film, dem man nichts vorwerfen kann, denn es ist ja nur ein Traum von alten Zeiten (= 3 PÖNIs).