Mimzy – Meine Freundin aus der Zukunft Kritik

MIMZY – Meine Freundin aus der Zukunft“ von Bob Shaye (USA 2007; 90 Minuten; Start D: 09.08.2007); einem bei uns kaum bekannten Regisseur („Nachhilfe in Sachen Liebe“/1990), der um so mehr als Chef des führenden Independent-Studios „New Line Cinema“ bekannt ist, die auch für die Erfolgs-Trilogie „Der Herr der Ringe“ verantwortlich war. Der kinderfreundliche Familienfilm basiert auf der 1943 veröffentlichten Science-Fiction-Kurzgeschichte „Mimsy Were The Borogoves“ von Lewis Padgett (Pseudonym von Henry Kuttner und seiner Frau C.L. Moore); das Drehbuch verfassten „Oscar“-Preisträger Bruce Joel Rubin (Originaldrehbuch zu „Ghost – Nachricht von Sam“) und Toby Emmerich. Moderner „E.T.“-Charme ist annonciert: Die 5jährige Emma und ihr älterer Bruder Noah entdecken eine Schatzkiste mit Spielzeug. Das erweist sich als „magisch“. Denn als sich die Kiddies „damit“ beschäftigen, steigt ihr Intelligenzquotient auffallend an. Ein Stoffhase wird zum Kommunikations-Schlüssel, an dem sogar „das Militär“ Interesse findet.

Dabei geht es doch NUR um die humane Botschaft aus der Zukunft: Der – erwachsenen – Menschheit gehen die wertvollsten (Überlebens-)Werte abhanden – die Fähigkeiten zu fühlen bzw. zu empfinden. Ihre Gefühle verbergen/vergraben sie inzwischen hinter Denkmustern der sog. Vernunft. Da allein die Kinder noch Offenheit, Begeisterung und Phantasie besitzen, die für ein normales/schönes Dasein erforderlich sind, werden diese angesprochen und um „Hilfe“ gebeten. Ein Kind gibt der Menschheit – mit Spielzeug-Charme – ihre Menschlichkeit zurück. Eine schöne, eher ereignisreich-leise, angenehm-unangestrengt daherkommende, fein unterhaltende Gefühls-Parabel. Sozusagen: DENKEN / Mit- bzw. Nachdenken ALS Prima-Film-SPASS.

Mit u.a. Joely Richardson, Timothy Hutton, Michael Clarke Duncan sowie den Kindern Rhianon Leigh Wryn und Chris O`Neill (= 3 PÖNIs).