Mikroskop Kritik

In „DAS MIKROSKOP“ von Rudolf Thome (B+R; D 1988; 97 Minuten; Start D: 14.04.1988); geht es um Franz und Maria und um deutsche Herzlichkeit. Sie sind nicht mehr die jüngsten und mögen sich. Mal mehr, mal weniger.

Sie will die feste Bindung, Kinder, Familie. Er ist für bindungsloses Zusammenleben. Jede „Partei“ zieht sich nach einem chaotisch verlaufenen Urlaub erst einmal ins Eingemachte zurück, um Abstand und Neuorientierung zu gewinnen. Dann geht’s in die nächste Runde in den nächsten Clinch.

“Das Mikroskop“ ist ein mit trockenem Humor durchsetztes Spiel der “Grufties“ um das Gefühlsdasein heute. Mit kleinen, banalen, aber so treffend beobachteten Einzelheiten aus dem emotionalen Alltag. Darstellerisch interessant, inszenatorisch aber mitunter “zu bescheiden“ bleibend. Kino Kintopp für die toughe Generation um die Vierzig…(= 3 PÖNIs).