Mike and Dave Need Wedding Dates Kritik

MIKE AND DAVE NEED WEDDING DATES“ von Jake Szymanski (USA 2015; B: Andrew J. Cohen, Brendan O’Brien; K: Matthew Clarl; M: Jeff Cardoni; 98 Minuten; Start D: 01.09.2016); wieder einmal „Hangover“-Stimmung, diesmal beim Nachwuchs: Zwei bindungsfremde Brüder, Mike (ADAM DeVINE) und Dave (ZAC EFRON), hauen gerne mal über den Putz. Motto: Wo sie sind, herrscht zumeist Chaos. Also werden sie von ihren Eltern dazu „verdonnert“, sich bei der bevorstehenden Hochzeit ihrer Schwester auf Hawaii endlich einmal zu benehmen. Während Schwesterchen darauf besteht, dass sie „anständige“ weibliche Begleitung mitbringen. Eine Online-Anzeige setzt Tatiana (AUBREY PLAZA) und Alice (ANNA KENDRICK) in Bewegung, die auf spaßvolle, kostenlose Hawaii-Stimmung setzen. Das Problem: Die Mädels sind nicht, wie sie vorgeben, die „brave anständige Begleitung“, sondern das genaue Gegenteil, also weitaus „schlimmere“ Party-Gören als die beiden Bubis. Rauchen gerne „schlimmes Zeugs“, pfeifen sich bunte „Aufmunterer“ ein, futtern liebend Fast Food, stehen auf Pornos. Die volle Schmutz-Kanne-Welt mal umgekehrt: Wenn Mädels völlig ausflippen.

Ist leider nur begrenzt lustig, weil ziemlich plump vorangetrieben. An den Dialogen und am Timing hakt es; der Humor zündet nur flach. Wobei Anna Kendrick (2 x „Pitch Perfect“) und vor allem die trocken-extreme, rebellische Tatiana („Dirty Grandpa“) ab und an mit krassen Zoten punkten. Allerdings: Zwischen heftig-deftig, aber auch nerven-abturnend. Wieder: Ein Licht-Spiel für viele begleitende Getränke; das Suff-Kino winkt (= 2 PÖNIs).