Midnight Special Kritik

MIDNIGHT SPECIAL“ von Jeff Nichols (B + R; USA 2014; K: Adam Stein; M: David Wingo; 111 Minuten; Start D: 18.02.2016); JEFF NICHOLS, 35, kennen wir. Über dessen vorzügliche Filme „Take Shelter – Ein Sturm zieht auf“ (2012/s. Kino-KRITIK) und „Mud – Kein Ausweg“ (2014/s. Heimkino-KRITIK). In „Midnight Special“, gerade im Berlinale-Wettbewerb gelaufen, lässt er die klassische „E.T.“-Figur von Steven Spielberg „Mensch“ werden. In Gestalt des achtjährigen Alton (cool: JAEDEN LIEBERHER). Den eine Sekte (mit Ober-Guru SAM SHEPARD) in ihren Fängen hatte und den nun Vater Roy (MICHAEL SHANNON) mit seinem Kumpel Lucas (JOEL EDGERTON) zum „Raumschiff“ bringen wollen, zu „den Seinigen“, während Sekten-Beauftragte, das FBI und hohe Regierungsbeamte hinter ihnen her sind. Ebenso wie ein viel-staunender NSA-Nerd-Klugscheißer mit dem französisch klingenden Namen Paul Sevier (ADAM DRIVER).

Apropos: Staunen. Viel staunen ist hier angesagt. Gesichter-Sprache. Wenn die unausgegorene und in gewohnte Verfolgungsjagd-Fahrbahnen abdriftende Story mal wieder hakt. Und die Story sich nicht entscheiden kann, ob sie mit Fiction hantieren möchte oder lieber als Thriller erlebt werden will oder als Papa-Sohn-Mami-Geschichte emotional kleben will (KIRSTEN DUNST gibt die viel-staunende Mutter). Schließlich: die gigantische Raumschiff-Arie.

Eine Show, die patzt. Mit „nur“ einem 18 Millionen Dollar-Budget hergestellt, das kann Hollywood verschmerzen. Und wir auch. JEFF NICHOLS wird durch diesen mittelmäßigen Genre-Spuk nicht uninteressanter. Der Autoren-Regisseur bleibt angesagt: Bin und bleibe auf seinen nächsten Film gespannt (= 2 ½ PÖNIs).