Midnight Run Kritik

Wenn Klaus Maria Brandauer in einem Film mitspielt, verwandelt sich die Leinwand in eine große, nach viel Atem und Wort ringende Bühne.
So auch bei „MIDNIGHT RUN – FÜNF TAGE BIS MITTERNACHT“ von Martin Brest (USA 1988; 126 Minuten; Start D: 06.10.1988).

In dem geht es um Jack Walsh, einem modernen Kopfgeldjäger. Der ist ein ehemaliger Cop, der durch faule Tricks seiner Kollegen und eines Rauschgiftbosses entlassen wurde. Jack sieht seine große Chance zum endgültigen Ausstieg und Abgang aus diesem schmutzigen Gewerbe, als er einen vom FBI und der Mafia gesuchten Buchhalter einfängt, der einst 15 Millionen Dollar veruntreute und es wohltätigen Organisationen zuführte. Doch nun fangen die Schwierigkeiten erst an. Denn der Typ, ein Bursche namens Jonathan Mardukas, entpuppt sich keineswegs als kriminelle Type, sondern als gewitzter und cleverer Kerl, der auch einiges an Tricks und Ratschlägen draufhat. Die “Reise“ geht jedenfalls nicht direkt zurück nach L.A., sondern erst einmal kreuz und quer durchs Land.

“Midnight Run – 5 Tage bis Mitternacht“ ist ein launiges,
stimmungsvolles Road-Movie, das von der ungleichen Partnerschaft zwischen Robert De Niro und Charles Grodin lebt, während in einer feinen Nebenrolle der schwarze, bullige Yaphet Kotto als FBI-Boss prächtig mit den Augen rollt und wütet.

Ein Prima-Unterhaltungsfilm der sensible Zwischentöne und gekonnte Action-Einlagen gut vermischt und knapp zwei Stunden bestens anmacht (= 3 ½ PÖNIs).