Megamind Kritik

MEGAMIND“ von Tom McGrath (USA 2010; 96 Minuten; Start D: 02.12.2010); Animationsfilme zählen ja inzwischen zum ganz selbstverständlichen Normalprogramm, zum beinahe wöchentlichen Neuangebot in den Kinos. Nun ist das hollywoodsche Animationsstudio „DreamWorks“ an der Reihe, das Steven Spielberg einst (im Oktober 1994) mit-gründete und wo Computer-Werke wie die beiden „Madagascar“-Movies von Tom McGrath 2005/2008 ebenso entstanden wie „Kung Fu Panda“ (2008) und die 4 „Shrek“-Blockbuster-Späße (2001/2004/2007/2010). Das neueste 3 D-Produkt von dort schwächelt allerdings. Immens.

Die Mixtur aus „Die Unglaublichen“ (2004) und „Ich – einfach unverbesserlich“ (noch in den Kinos) vom PIXAR-Disney-Konkurrenten handelt von einem Superbösewicht, der einfach keinen „Erfolg“ hat. Sein größter Wunsch, die Stadt Metro City unter seine Kontrolle zu bringen, scheitert am dortigen „guten Helden“, Masken-Man Metroman. Doch dann kann er DEN Erzfeind „zufällig“ besiegen und…ist doch nicht glücklich. Denn wahre Schurken benötigen edle Gegner, um sie „andauernd“ demütigen und unterjochen zu können. Joker hat seinen Batman, der Grüne Kobold „seinen“ Spiderman. Und Megamind? Dieser blaue All-Kobold leidet an Depressionen und Langeweile. Will deshalb einen neuen guten Helden erschaffen, um sich wieder mit DEM messen zu können. Gedacht, gesagt, getan. Doch sein „Frankenstein“-Geschöpf Tighten zeigt sich als keineswegs so unterwürfig und lenkbar wie erhofft, ganz im Gegenteil. Also muss Megamind zwangsläufig seine „gute Seite“ ins nunmehr bedrohliche Städte-Spiel einbringen. Natürlich hilft ihm dabei auch der gar nicht tote Metroman. Und dann gibt es ja auch noch die schöne Roxanne mit ihren riesigen Kulleraugen, die für Verwirrung sorgt. Alles paletti?

Nee Leute, dies ist ziemlich verwursteter Murks. Diese vermeintliche Superhelden-Parodie ist eine ziemlich emotionslahme Kuddelmuddel-Show. Bieder und mit nur fadem 3 D ausgestattet. Mit keinerlei Identifikationsfiguren-Potenzial. Viel Gehabe und Getue mit viel zu wenig spaßigem Entertainment-Fleisch.
Verwirrend in der wenig originellen Story-Konstruktion. Pointen werden kaum lachhaft platziert. Die „schräge“ Lustigkeit ist begrenzt. Da helfen auch die deutschen Wort-Eskapaden von Comedian-Promis wie BASTIAN PASTEWKA (im Original: Will Ferrell) als Megamind; OLIVER WELKE (Brad Pitt) als Metroman sowie OLIVER KALKOFE (David Gros) als drolliger Minion-Assi wenig.

Dies hier ist trotz einigem Action-Feuerwerk nur eine wirre, bescheidene Gag-Trickserei. „Megamind“ oder – Animations-Witzigkeit kennt sehr wohl Grenzen (= 2 PÖNIs).