DER INFORMANT!

DER INFORMANT!“ von Steven Soderbergh (USA 2008; 108 Minuten, Start D: 05.11.2009); sicher, der heute 46jährige Regisseur, Drehbuch-Autor und Produzent will immer „etwas Besonderes“, etwas „Spezielles“ machen. Mal als Cineast („Sex, Lügen und Video“/Debüt 1989 und jüngster Cannes-Gewinner), mal als Mainstreamer („Out of Sight“/1998), mal als künstlerischer Kommerzfilmer („Trafic – Macht des Kartells“/2000/“Oscar“ für die „beste Regie“). Mit der prominent besetzten Gauner-Komödie „Ocean´s Eleven“ (2001) gelang Soderbergh sein größter kommerzieller Erfolg (mit weltweiten Einnahmen von rd. 451 Millionen US-Dollar). Zwei Fortsetzungen folgten, bevor er sich zuletzt zweiteilig mit der Polit-Figur Che Guevara filmisch befaßte („Che – Revolution“ + „Che – Guerilla“).

Hier nun aber vewuselt er sich völlig. Erzählt von einem (uns) völlig uninteressant bleibenden amerikanischen „Münchhausen“, dem in den 90er Jahren bei einem Agrarkonzern arbeitenden „grauen Angestellten“ Mark Whitarce. Der wird einerseits zum FBI-Informanten, als er „denen“ von geheimen Preisabsprachen seiner Chefs erzählt, andererseits wirtschaftet er auch gerne in die eigenen Taschen. Lügt jedem und allen die Hucke voll, während er im Off mit absurden Gedankenspielen kommentierend hausieren geht. Ein total zerquatschter, uninspirierter Schelmenstreich, mit einer völlig langweiligen Haupt-Person. Auch wenn DIE vom „dicker gewordenen“ MATT DAMON („Das Bourne-Karacho“) gespielt wird, wird es keinen Deut besser, spannender, interessanter. Unterlegt mit schmissigem Jazz-Sound geht hier einem alles…am Auge…vorbei, da hilft auch nicht der Hinweis, daß es diesen Typ tatsächlich gab/gibt, daß dies halbwegs authentisch sei und auf einem gleichnamigen, im Jahr 2000 erschienenen Roman von Kurt Eichenwald basiert. Langeweile mit viel Doof-Tun und konturlosen Rätsel-Deppen ist zuhauf angesagt (= 2 PÖNIs).

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