INDIANA JONES UND DER LETZTE KREUZZUG

PÖNIs:       (5/5)

Vorhang auf, Zeit fürs KINO! Das Kino des STEVEN SPIELBERGs. Seine Hit-Liste ist bekanntermaßen riesig. “Der weiße Hai“, “Unheimliche Begegnung der dritten Art“, “E.T.“ und natürlich die ersten beiden ‚Indy‘-Abenteuer: “Jäger des verlorenen Schatzes“ und “Indiana Jones und der Tempel des Todes“. Jetzt kommt der dritte Film dieser Reihe auf die riesige Leinwand:

„INDIANA JONES UND DER LETZTE KREUZZUG“ von Steven Spielberg (USA 1989; B: George Lucas; K: Douglas Slocombe; M: John Williams; 127 Minuten; deutscher Kino-Start: 14.09.1989).

Schlangen, Löwen, Ratten, Würmer und weiteres nettes Getier sorgen schon in den ersten fünf Filmminuten für die richtige Einstimmung. Der junge Steven Spielberg lässt wieder einmal grüßen und führt seine unruhigen Kindheitsträume und ‘Indy Junior‘ prächtig vor. Dann aber wird aus dem Junior ein ganzer Mann. Ein Kerl und Held, der sich schnurstracks auf die Suche nach dem Heiligen Gral begibt. Das Jesus-Blut mit dem Unsterblichkeitsfaktor. An dem sind natürlich viele und vor allem Bösewichter interessiert. Darunter, schließlich befinden wir uns im Jahr 1938, auch die schurkischen Nazis. Aber ‘Indy‘ bekommt von unerwarteter Seite Hilfe. Doch da existieren auch, sagen wir, familiäre Kommunikationsschwierigkeiten, die den Feind zunächst triumphieren lassen. Wer hätte das gedacht: Indiana Jones als Papa-Pussi. Wie schön und selbstironisch. Aber das ist und bleibt natürlich nur eine feine Fußnote bei diesem großartigen Spektakel. Bei dem es wieder einmal um das Dauerthema des Kintopps geht: der Abenteurer und Romantiker gegen das Erz-Böse in der Welt. Hollywood zaubert und verzaubert daraus ein sagenhaftes, aufwendiges Kino-Stück mit jeder nur erdenklichen Frechheit und Pointe, bei dem die guten, alten “1001 Nacht“-Märchen wie arabisches Müsli verblassen. Sich darauf einzulassen, ergibt einen der irrsten und schönsten Jahrmarktbesuche, die es je im Kino gab. Denn DAS ist KINO. Es überrollt im besten Sinne. Stopft diese mit den irrsten Tricks und Stunts zu, die überhaupt machbar und gestattet sind, und zwinkert uns dabei in jedem schelmigen Moment prächtig zu.

“Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ ist ein Feuerwerk an Phantasie und an unglaublichen und komischen Einfällen. Ist ein Bombardement an schwarzem, feinem Humor und an ausufernder Spiel-Lust. Und das neue Familien-Gespann Sean Connery/Harrison Ford ist eine Wucht. Nach dem schwachen neuen Bond ist “Indiana Jones 3“ d i e Entschädigung. Und überhaupt: Indiana Jones ist jetzt der viel bessere Bond. Wobei ihn, welch eine Ironie, der Uralt-007 prima unterstützt.

Fazit: Wer in “Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“ geht, wird keine Minute bereuen. Denn DAS ist KINO (= 5 PÖNIs)!

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