Hopnick Kritik

Vor 5 Jahren machte ein Bauernsohn aus Schleswig-Holstein namens Detlev Buck mit einem kleinen, selbstgebastelten 45-Minuten-Film auf sich aufmerksam. Titel: “Erst die Arbeit und dann?!“. Thema: Die komischen Erlebnisse eines jungen Bauern, der nach Feierabend in die Hamburger Schicki-Micki-Szene gerät und dort eine Eroberung macht. Der kleine Streifen lief erfolgreich im Kino, Detlev Buck war entdeckt. Heute startet wieder so ein uriges, hinterhältiges Ding des friesischen Individualisten.

Es ist sein einstündiger Abschlussfilm von der hiesigen Filmakademie und heißt „HOPNICK“ von Detlev Buck (B+R; D 1989/90; K: Roger Heereman, M: Burkhard Brozat; 60 Minuten; Start D: 30.08.1990).

Hopnick, das ist ein junger Zollbeamter, der jeden Tag an einem geschlossenen West-Berliner Grenzübergang sitzt. Ab und zu werden verirrte Autofahrer zurückgeschickt, ansonsten ist Langeweile angesagt. Dafür gibt‘s dann nach Feierabend umso mehr Zoff.

“Hopnick“ ist ein hübsches Nichts von Film, beeindruckend, weil spielerisch-einfach in seinem sturen Friesen-Humor und weil Detlev Buck einmal mehr auch als Darsteller eine fröhliche Begabung ist. Von dem Typ wird noch einiges zu sehen sein: Detlev Buck und “Hopnick“ (= 3 PÖNIs).

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