HARD POWDER

PÖNIs:   (1/5)

„HARD POWDER“ von Hans Petter Moland (USA 2017; B: Frank Baldwin; K: Philip Ogaard; M: George Fenton; 109 Minuten; deutscher Kino-Start: 28.02.2019); der norwegische Filmemacher Hans Petter Moland, zuletzt mit der Jussi-Adler-Olsen-Thriller-Adaption „Erlösung“ (s. Kino-KRITIK) spannend im Kino, war 2014 im Berlinale-Wettbewerb mit der melancholischen, schwarzen Komödie „Einer nach dem anderen“ (s. Kino-KRITIK) vertreten. In der Hauptrolle: Der wunderbare Stellan Skarsgard. Seine erste Hollywood-Produktion ist das US-Remake dieses Streifens. Originaltitel: „Cold Pursuit“ („Kalte Verfolgung“), „deutscher“ Kino-Titel: „Hard Powder“. Jetzt an der Rache-Front: LIAM NEESON, 64.

Als wortkarger Schneepflugfahrer Nels Coxman in Colorado. Wo es kalt ist und es (sehr) viel Schnee zu räumen gilt. Nels führt mit Frau (LAURA DERN) und halbwüchsigem Sohn ein beschauliches, unauffälliges Leben. Was sich ändert, als Sohn Kyle (MICHEÁL RICHARDSON) ermordet aufgefunden wird. Drogen haben dabei eine Rolle gespielt, ermittelt die Polizei. Was Nels natürlich nicht akzeptiert, sondern einen blutigen Rachefeldzug startet. Viele Leichen pflastern ab sofort seinen (Ermittlungs-)Weg. Bis er „ganz oben“, beim Boss, angekommen ist: einem arroganten, sadistischen Schnösel namens Viking (TOM BATEMAN). Der lange fälschlicherweise angenommen hat, dass eine einheimische Konkurrenz-Gang ihm übel mitspielt. Diese wird von „White Bull“ angeführt: TOM JACKSON in d e r Rolle, die einst im Original und ganz vorzüglich-stoisch BRUNO GANZ mimte. Was für weiteres (tatsächliches) Köpfe-Rollen sorgt. Bevor es schließlich zum eisigen Showdown mit Liam-Nels kommt.

Liam Neeson, der „96 Hours-Taken“-Star, einmal mehr als sturer Töter vom Dienst. Viel mehr gibt es hier nicht zu bestaunen. Plump und fade werden Knochen gebrochen und Schurken abgemurkst. Keine neuen „Erkenntnisse“, gar Überraschungen oder Typen-Reiz: Es bestand einfach überhaupt keine Notwendigkeit, diesen Film zu machen. Molands erste US-Produktion ist völlig unterhaltungslos und nur was für den (riesigen) kinematographischen Müllhaufen. Was hat er sich bloß dabei gedacht? (= 1 PÖNI; für den Schnee).

 

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