FINDET NEMO

PÖNIs: (4,5/5)

„FINDET NEMO“ von Andrew Stanton und Lee Unkrich (Co-B + R; USA 2000-2003; Co-B: David Reynolds; Co-Produzent: John Lasseter; K: Sharon Calahan, Jemery Lasky; M: Thomas Newman; 96 Minuten; deutscher Kino-Start: 20.11.2003); PIXAR ist die beste Animationsschmiede der Welt und seit 2006 Bestandteil des Walt Disney-Unternehmens. Nach „Toy Story“ (1995), „Das große Krabbeln“ (1998), „Toy Story 2“ (1999) und „Die Monster AG“ (2001) war „FINDET NEMO“ der fünfte Animations-Langfilm aus dem „Ursprungshause“ PIXAR.

Der für 94 Millionen Dollar hergestellte Streifen lief am 30. Mai 2003 in den USA-Kinos an und spielte am Start-Wochenende mit rund 70 Millionen Dollar das zum damaligen Zeitpunkt beste Einspielergebnis eines Animationsfilms überhaupt ein. Insgesamt wurden schließlich allein in den USA 340 Millionen Dollar Kino-Einnahmen erzielt. (Ergänzung: Der Film erschien am 4. November 2003 als Doppel-DVD in den USA und in Kanada und avancierte mit 28 Millionen Kopien zur bestverkauften Jahrgangs-DVD). Zudem: bei der „Oscar“-Verleihung 2004 wurde „Findet Nemo“ mit dem „Oscar“ als „Bester animierter Spielfilm“ ausgezeichnet.

Nemo, der kleine Anemonen- sprich Clown-Fisch. Sohn von Marlin und Cora. Lebt im Pazifischen Ozean bei Australien. Als die Mama von einem Barracuda aufgefuttert wird, zieht der verängstigte Vater seinen Schützling (deutsche Stimme: DOMENIC REDL) alleine auf. Der aber ist temperamentvoll, übermütig, auf Abenteuer aus. Was gleich am ersten Schultag zur Katastrophe führt, Nemo gerät in das Netz eines Tauchers. Landet im Aquarium eines Zahnarztes in Sydney. Wo er sich mit den anderen „Insassen“ schnell anfreundet. Gemeinsam schmieden sie Ausbruchspläne für Nemo. Ihr Ideenreichtum ist dabei immens. Der ärgste Kontrahent befindet sich vor dem Glas: Darla, die Nichte des Zahnarztes, eine Fisch-Killerin.

Währenddessen sucht Papa Marlin (Original: ALBERT BROOKS/Deutsch: CHRISTIAN TRAMITZ) seinen Sohn. In seinem unfreiwilligen Schlepptau: die unter Amnesie leidende Dorie (ELLEN DeGENERES/ANKE ENGELKE), ein Paletten-Doktor-Fisch. Weitere köstlich-tierische Mitwirkende: zwei vegetarische Haie namens Hammer & Hart, die relaxte Meeresschildkröte Crush, giftige Quallen, ein Pelikan namens Niels (GEOFFREY RUSH/THOMAS FRITSCH). Um nur einiges „Personal“ zu nennen. Die allesamt ihrem Singer-Song-Hit „Fish are friends not food“ spaßig folgen.

Eine Familie bricht auseinander und muss wieder – nach vielen aufregenden wie pointierten Abenteuer-Stationen – zusammengefügt werden. Wohlgemerkt – eine Fisch-Family. Allerdings, hier wirkt alles dermaßen verblüffend – spannend – bezaubernd – komisch wie charakterlich Menschen-echt, dass man bald schon vergnüglich-angemacht „mit-schwimmt“. Licht, Bewegungen, Farben und witzig-plappernde Figuren sind ein Kino-ozeanischer Augenschmaus. Die Fantasy sprüht, die vielen cleveren Gags verbreiten gute Laune. Nur die Menschen wirken „zeichnerisch“ hier noch „entwicklungsfähig“ (und sehen heutzutage, 2016, weitaus echter in den aktuellen Animationsfilmen aus).

„Findet Nemo“: ein emotionaler Voll-Spaß, mit einfallsreichem PIXAR-Charme, als grandioses Wasser-Entertainment (= 4 ½ PÖNIs).

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