Feld der Träume Kritik

FELD DER TRÄUME“ von Phil Alden Robinson (USA 1989; 107 Minuten; Start D: 24.08.1989)

Manche Geschichten klingen einfach märchenhaft, zum Beispiel die des Filmes ‘‘Feld der Träume“:
Ein junger Farmer, Ray Kinsella, hört bei der Arbeit im Feld eine Stimme, die zu ihm spricht: „Wenn du es baust, wird er kommen“. Zunächst glaubt er an eine Sinnestäuschung, aber immer öfter hört er die Stimmen und schließlich sieht er in einer Vision sogar ein Baseballfeld, samt dem ehemals größten Baseballspieler Joe Jackson. Ray begreift. Und da er für Wunder empfänglich ist baut er das Baseballfeld, trotz finanzieller Schwierigkeiten. Und er gibt nicht eher auf, bis er, nachdem er quer durch die Staaten gefahren ist, auch eine komplette Baseballmannschaft gefunden hat. BESTEHEND AUS EHEMALIGEN Größen, darunter auch einige bereits Verstorbene.

Wie ein Märchen diese Geschichte! Wenn man sich dann noch die Besetzungsliste betrachtet; in den Hauptrollen Kevin Kostner und Amy Madigan, in weiteren Rollen Burt Lancaster und James Earl Jones, dann ist es umso bedauerlicher, dass das “Feld der Träume“ ein Flop ist. Wunder müssen im Film auch angemessen wundervoll dargestellt werden. Wenn der Zuschauer jedoch schmunzelnd im Kinosessel sitzt und sich überlegt wie der Sprecher der unbekannten Stimme wohl im Studio am Mikrofon gestanden hat, dann verliert das Wunder an Glanz und vor allem an Glaubwürdigkeit.

Es fällt ohnehin schwer dem Film zu folgen, da er sämtliche logische Regeln die er sich selbst setzt, immer wieder verwirft und ändert. So weiß der Zuschauer zum Beispiel nicht, ob das Feld der Träume Grenzlinie zwischen Leben und Tod oder welcher Welt auch immer ist. Der Geschichte selbst fehlt es in der Darstellung an Spannung und Geist. Schließlich wirkt das „Feld der Träume“ wie ein affiges amerikanisches Farmermärchen. Und wer sollte dem schon Glauben schenken (= 2 PÖNIs)?