Eisprinzen Kritik


DIE EISPRINZEN“ von Josh Gordon und Will Speck (USA 2007; 93 Minuten; Start D: 10.05.2007); ist eine Hollywood-Produktion der Regie-Neulinge und liefert „leichte, vorsommerliche Unterhaltung“. Dabei im Blickpunkt: Zwei amerikanische Eislauf-Egozentriker: Die blonde „Primaballerina“ James MacElroy, ein ehemaliger Klosterschüler, und der selbsternannte „Sex-Tornado“ Chazz Michael Michaels. Als sie sich auf dem Gewinner-Treppchen bei den Olympischen Spielen anstatt anzulächeln einmal mehr angiften und schließlich sogar prügeln, werden sie auf Lebenszeit gesperrt. Doch dann entdeckt ein pfiffiger Coach die Lücke im Regelwerk und beide treten fortan gemeinsam im PAARLAUF an. Stichwort: MÄNNER-Paarlauf. Motto z.B.: Wer übernimmt künftig nun den „weiblichen Part“ bzw. wer greift bei der Hebefigur wem in den Allerwertesten… Undsoweiter…undsoweiter.

Rollen-Klischees der Geschlechter werden ebenso auf die komische Schippe genommen wie diese ganze bunte Welt des „schönen“ Eiskunstlaufs mit den farbenfroh-kitschigen Kostümen, mit den bisweilen homoerotischen Bewegungen/Annoncen. Diese Show kommt deshalb so augenzwinkernd-originell-amüsant ´rüber, weil Komiker-As WILL FERRELL, der ehemalige „Saturday Night Live“-Comedian, wieder einmal mit seiner hinreißenden wie anarchischen Brachial-Clownerie überzeugt: Sein Michael Michaels verkörpert das genaue Gegenteil von dem, was man sonst in dieser „sauberen Sport(ler)-Disziplin“ erwartet: Üppiges Brusthaar quillt aus dem offenen Trikot, darunter wölbt sich ein „gut gefütterter“ Bierbauch; zudem bewegt er sich ständig fluchend und Zoten-reißend mehr wie ein Stripper als wie ein „Künstler“ auf dem Eis.

Ferrell, neulich erst im dem hierzulande leider völlig unterschätzten urigen Crash-Spaß „Ricky Bobby – König der Rennfahrer“ ein ölverschmiertes „American dream“-As (und ansonsten kürzlich in Komödien wie „The Producers“ und „Schräger als Fiktion“ sehr überzeugend), gibt seinem Eis-Affen hier kräftig ZUCKER. Und wird von seinem föhn-gewellt-gestylten, Papageien-bunt ausstaffierten Partner JON HEDER („Napoleon Dynamite“) als die noch-blondere Ausgabe von Owen Wilson („Die Hochzeits-Crasher“) tatkräftig-gagig unterstützt. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt oder: Es lebe der bessere Klamauk (= 3 PÖNIs)!