Eine Sommernacht in der Stadt Kritik

Der Franzose Michel Deville hat mit Filmen wie “Das wilde Schaf“ oder “Gefahr im Verzug“ vor Jahren auf sich aufmerksam gemacht. Sein neues Werk heißt „EINE SOMMERNACHT IN DER STADT“ von Michel Deville (Fr 1990; 85 Minuten; Start D: 15.01.1991); und ist ein bilderarmes, langweiliges Hörspiel für zwei Personen in einer Wohnung.

Emilie und Louis haben sich gerade kennengelernt, haben miteinander geschlafen und beginnen nun das Beziehungs- und Geschlechterspiel. Sie reden sich den Mund fusselig, über Gott und die Welt, über Sinn oder Unsinn einer Partnerschaft, über Liebe und was damit zusammenhängt. Ihr einziger Sprach- und Bewegungsort ist dabei eine geräumige Wohnung. Mal schäkern sie nackt herum, mal gibt es Weisheiten in der Badewanne oder im Unterhemd auf dem Fußboden.

“Eine Sommernacht in der Stadt“ ist reines Wortkino, ist völlig unsinnlich und unerotisch durch zwei spätpubertierende Intellektuelle. Marie Trintignant ackert unbedarft wie ein störrischer Kerl durch die Szenerie, Jean-Hugues Anglade ist ein cooler, netter Softie mit Kleinhirnrinde. Ein dummer, überflüssiger Film: “Eine Sommernacht in der Stadt“ (= 1 PÖNI).