Eine Geschichte über den Wind Kritik

Der große Cineast und Poet JORIS IVENS starb kürzlich im Alter von 90 Jahren. Hinterlassen hat er uns neben seinen zahlreichen Kunst-Werken seine letzte Filmarbeit: „EINE GESCHICHTE ÜBER DEN WIND“ von Joris Ivens (B+R; Fr/GB/D/Niederlande 1988; 80 Minuten; Start D: 29.06.1989). Darin spielt er sich selbst. Einen alten, weisen, aber immer noch sehr neugierigen Mann und Forscher.

Am Ende seiner Tage macht er sich auf, endlich das letzte Rätsel dieser Welt zu lösen und zu filmen: den Wind. In China, eine seiner bevorzugten Reisestätte, will er ihn aufspüren, nochmal tief durchatmen und für uns auf Zelluloid bannen. Was er dabei auf dieser exotischen Exkursion erlebt, ist einfach, unrationell und melancholisch wie ein altes, leises, langes Lied.

“Eine Geschichte über den Wind“ ist Traum und Resümee eines großen Künstlers (= 4 PÖNIs).