Eine andere Frau

EINE ANDERE FRAU“ von Woody Allen (B+R; USA 1988; 81 Minuten; Start D: 16.03.1989).

Darin geht es um eine intelligente, selbstbewusste 50jährige (GENA ROWLANDS), die sich in eine Stadtwohnung zurückgezogen hat, um ihr neues Buch zu schreiben. Dabei hört sie über einen Luftschacht die Gespräche der Patienten beim nachbarlichen Psychiater (IAN HOLM) mit. Eines Tages hört sie einer Frau zu (MIA FARROW), die über ihr Leben und ihre zahlreichen Unzulänglichkeiten berichtet. Über ihre zerstörten Hoffnungen und Träume, über vertane berufliche und private Chancen. Diese Stimme und ihre Sorgen berühren die Zuhörerin so sehr, dass sie selbst anfängt, über ihr bisheriges Leben und ihre Beziehungen nachzudenken. Und dabei stößt sie auf mehr Ungereimtheiten, als ihr lieb und bewusst war.

Nach “Innenleben“, 1978, und “September“, 1987, ist “Eine andere Frau“ der dritte “Bergman“-Film von
Woody Allen. Und der überzeugendste. Allen eifert nicht mehr nur seinem großen Vorbild Ingmar Bergman nach, sondern denkt, fühlt und handelt in dessem Sinne weiter. “Eine andere Frau“ ist eine sensible, heikle, humorvolle, ist eine wunderbare Momentbetrachtung des Lebens. Mit einer phantastischen Gena Rowlands in der Hauptrolle (= 4 ½ PÖNIs).