Duft von Lavendel Kritik

DER DUFT VON LAVENDEL“ von Charles Dance (GB 2005; 104 min; Start D: 06.10.2005); einem britischen Theater- und Filmschauspieler („Swimming Pool“), der hier seinen Debütfilm als Autor und Regisseur (nach einer Kurzgeschichte von William J. Locke) vorstellt, vertritt in dieser Kino-Woche das gefühlvolle Romantik-Kino für die reifere Generation: Im idyllischen englischen Cornwall, inmitten sanfter Hügel, tosender Meereswellen und prächtig blühender Gärten, entdecken anno 1936 zwei ältere Schwestern einen bewusstlosen jungen Mann am Strand. Es stellt sich heraus: Er stammt aus Polen, wollte nach New York und spielt großartig Violine. Und während Ursula und Janet ihn aufpäppeln, verlieben sie sich auch in ihn. Kleine, leise, zart-feine Geschichte um Gefühle und Stimmungen.

Der Plot riecht zwar nach Klischees, doch die großartigen Darsteller umschiffen jedwede Lächerlichkeit und vermitteln überzeugend Wärme und Sinnlichkeit. Mit den „Oscar“-Preisträgerinnen JUDI DENCH (Iris“, „Shakespeare in Love“ und auch „M“, die Chefin des britischen Geheimdienstes, in den neuen James-Bond-Filmen) und MAGGIE SMITH („Die besten Jahre der Miss Jean Brodie“; die Professorin McGonagall in den Harry-Potter-Filmen) sowie dem Deutschen DANIEL BRÜHL („Die fetten Jahre sind vorbei“, „Goodbye Lenin“) (=4 PÖNIs).