Doktor und das liebe Vieh DVD-Kritik

Die heutige – sommerliche – „Scheiben-Empfehlung“ gilt einer meiner TV-Lieblingsserien überhaupt. Sie stammt aus Großbritannien, heißt im Original „All Creatures great and small“, entstand in den 70er Jahren und wurde bei uns unter dem Titel

DER DOKTOR UND DAS LIEBE VIEH“ (GB 1978 – 1990; DVD-Veröffentlichung: 09.07.2007)
ebenfalls SEHR bekannt/populär. Insgesamt wurden von der BBC – von 1977 bis 1990 – 85 Folgen „davon“ produziert (84 á 45 Minuten bzw. 168 Folgen á 25 Minuten + 1 Folge á 90 Minuten). Die ARD begann ab Februar 1979 mit der Ausstrahlung der Folgen, die dann im Verlaufe der Jahre dort (und dann vor allem in den Dritten Programmen) immer und immer mal wieder liefen. Jetzt ist bei uns auf DVD eine Box als „Staffel 1“ mit 13 Folgen in einer Gesamt-Laufzeit von rd. 643 Minuten erschienen.

„Der Doktor und das liebe Vieh“ basiert auf einem autobiographischen Bestseller von Alf Wight alias JAMES HERRIOT und handelt/erzählt vom jungen, motivierten Tierarzt James Herriot. Der tritt 1937 seinen Dienst im ländlichen Yorkshire bei dem etwas schrullig-verschrobenem älteren Veterinär namens Siegfried Varnon an. Dieser ist ein kauziger Junggeselle, der mit seiner Haushälterin zusammenlebt. Anfangs hat der junge James Herriot einige Probleme, sich hier bzw. vor allem aber beim „störrischen“ Landvolk „zurechtzufinden“, doch dann bewährt er sich mehr und mehr und wird zum selbstverständlichen, anerkannten „gesellschaftlichen Bestandteil“. Zudem findet er in/mit der hübschen Farmerstochter Helen Alderson auch sein privates Glück.

Eine herrlich unspektakuläre, einfach nur liebenswert-„handgemacht-gestrickte“ TV-Serie, in denen die tierischen Geschichten genauso unterhaltsam-spannend berühren wie die handelnden Personen. CHRISTOPHER TIMOTHY (gesprochen von Elmar Wepper) ist der charmant-sympathische Tierarzt-Debütant; ROBERT HARDY (= Erik Schumann) hat als spleenig-linkischer Hausherr-Schrullerich für die schräge personelle Chose zu sorgen (übrigens: Robert Hardy spielt im neuen Harry-Potter-Film „Der Orden des Phönix“ den – zunächst – unbelehrbaren, sturen Zauber-Minister), während CAROL DRINKWATER (= Iris Berben) für die „beruhigende“ weibliche Komponente charmant zuständig ist.

Dieser „sehr englische“ TV-Serien-Klassiker ist auch heute wieder ein wunderbar-atmosphärisches Tier-Mensch-Herz-Schmerz- (DVD-)Vergnügen/kommt jetzt „so gebündelt“ erneut prächtig an…

Anbieter: „Universum Film“