Domino Kritik

DOMINO“ von Tony Scott (USA/GB/Fr 2005; 127 Minuten; Start D: 29.12.2005); handelt von keiner fiktiven Geschichte, sondern erzählt aus dem wahren Leben von Domino Harvey, der im Juni verstorbenen Tochter des britischen Schauspielers Laurence Harvey (“Telefon Butterfield 8“/1960, mit Elizabeth Taylor; “The Manchurian Candidate – Botschafter der Angst“ 1962; starb 1973).

Die hatte eines Tages ihr lukratives, privilegiertes (“Vogue“-)MODEL-Leben satt und fand ihre Berufung als Kopfgeldjägerin in Los Angeles. Kopfgeldjäger in den USA spüren Kriminelle auf, die auf Kaution freigelassen wurden und geflohen sind, und bekommen dafür 10% der Summe.

Produzent und Regisseur Scott kannte Domino und ließ um sie herum ein ziemlich anstrengendes, überfrachtetes (und frei erfundenes) Action-Drama von Drehbuch-Autor Richard Kelly (“Donnie Darko“, 2001) zimmern, das sich wie ein überlanger, überlauter, durchgestylter Video-Clip ansieht, bei dem man bald schon in der Flut der Bilder ersäuft. Wobei die namhafte Mitspieler-Liste schon beeindruckt: So attraktiv wie hier KEIRA KNIGHTLEY (“Stolz und Vorurteil“) sah Domino Harvey nie aus, und auch MICKEY ROURKE (“Sin City“), Christopher Walken, Lucy Liu (“3 Engel für Charlie“; “Kill Bill 1“) und sogar Sänger TOM WAITS können sich prima sehen lassen.

Ein zwiespältiger Leinwand-Knallbonbon, mit manchmal reizvollen Ästhetik-Spielereien, der nie ganz langweilt, aber meistens schon gehörig an die Birne knallt bzw. dort ziemlich schnell wieder abprallt (= 2 PÖNIs).