Cry Baby Kritik

CRY BABY“ von John Waters (B+R; USA 1990; 85 Minuten; Start D: 28.07.1990).

John Waters hatte vor einiger Zeit mit “Hairspray“ auch bei uns einen beachtlichen Kino-Hit. In „Cry Baby“ geht es um das Amerika der fünfziger Jahre, geht es um die Anfänge des Rock ‘n‘ Roll im Jahre 1954 in Baltimore. Zwei Gangs machen sich das Leben schwer: die braven, adretten “Squares“ und die aufmüpfigen, kessen “Drapes“. Die einen mögen gute Kleidung und den Swing, die anderen tragen Leder und lieben Rock-Musik. Zwischen beiden steht die hübsche Allison, die noch nicht weiß, wo sie hingehört.“Cry Baby“ hat was mit James Dean und Elvis Presley zu tun, mit Romeo und Julia und Liebe und Hiebe und vor allem – viel Pop-Musik. Der Film stellt herrlich schräge Figuren vor und spult die ganze Palette der B-Movie – Muster ab: Horror, Grusical, Seifenoper, Plastik. Fehlt auch die Hintergründigkeit und Doppelbödigkeit der früheren John Waters-Streiche, so bleibt er doch ein sympathischer Unterhaltungsprofi. Sein Film “Cry Baby“ macht Spaß, ist kurzweilig und für einen launigen Sommerabend genau das richtige, stimmungsvolle Vergnügen (= 3 ½ PÖNIs).