Brille mit Goldrand Kritik

BRILLE MIT GOLDRAND“ von Giuliano Montaldo (It/Fr/Jugoslawien 1987; 110 Minuten; Start D: 15.03.1988); das ist der Regisseur von „Sacco und
Vanzetti“, schuf ihn nach dem gleichnamigen Roman von Giorgio Bassani.

Der Film ist eine sensible Studie über zwei Außenseiter in der italienischen Provinz des Jahres 1938. Ein älterer Homosexueller und ein junger Jude werden zu unfreiwilligen Weggenossen im zunehmenden Kampf gegen gesellschaftliche Verachtung und politischen Hass. Dabei resigniert der Ältere schließlich einsam, während der Junge die ersten Abwehrkräfte mobilisiert.

„Brille mit Goldrand“ ist eine stille, melancholische Tragikomödie. Einfühlsam inszeniert und erstklassig von u.a. Philippe Noiret und Rupert Everett gespielt (= 4 PÖNIs).