Broadway Danny Rose

Der schönste Film der zahlreichen Premieren dieses Wochenendes ist im “Cinema Paris“ platziert. „BROADWAY DANNY ROSE“ von Woody Allen (B, D + R; USA 1984; 84 Minuten; Start D: 17.08.1984).

Inmitten des bunten, lauten Taumels und Krakeelen von Comic-Giganten und Trick-Glitzer ist sein Film die eher leise, aber nicht minder feine, verschmitzt-doppelzüngige Rückbesinnung aufs allzu Chaotisch-Menschliche.

Allens humane, groteske, abenteuerliche Schwarz-Weiß-Komödie ist eine liebenswerte Hymne auf seine Ex-Kollegen und zugleich die Erinnerung an seine eigenen Anfänge.

Allen selber mimt einen mit wieder zu viel Herz ausgestatteten Agenten, der nicht nur die kuriosesten Figuren des Broadway um sich versammelt, sondern auch die erfolglosesten. Und wenn es dann doch einmal mit einem Typ klappt und der auf Erfolgskurs steuert, ist Danny Rose ihn auch sofort los. Undank ist der Welten Lohn… Dafür aber stößt er auf eine zickige, neurotische Blondine, übrigens: Mia Farrow, nicht wiederzuerkennen mit Perücke und Getue‚ und die wird ihn fortan sicherlich auf Trapp halten.

Chaplin stand Pate bei diesem witzigen, sentimentalen, ganz kleinen, ganz schönen Spiel um Künstlerpech, Mafia-Wut und Liebesleid. Dicke Empfehlung für „Broadway Danny Rose“ und für Woody Allen (= 4 ½ PÖNIs).