BRICK

PÖNIs:     (2,5/5)

„BRICK“ von Rian Johnson (B + R; USA 2005; K: Steve Yedlin; M: Nathan Johnson; 110 Minuten; deutscher Kino-Start: 21.09.2006), einem Debütanten, der sich in etwa Folgendes ausgedacht hat: ein Thriller in der Mischung aus High-School-Movie und „Film Noir“-Kälte. Der Begriff „Brick – Deutsch: „Ziegelstein“ – bedeutet in der Drogenszene: in Ziegelsteinform gepresstes Heroin.

Story: Jungscher, couragierter Spund, Marke bebrillter Einzelgänger an einer südkalifornischen High-School (JOSEPH GORDON-LEVITT), gerät durch den Hilfe-Anruf seiner Ex-Freundin (NORA ZEHETNER) in Aufruhr. Tapert wie einst eine Raymond-Chandler-Figur, wie etwa Robert Mitchum als ausgelaugter Privatschnüffler im Klassiker „Fahr zur Hölle Liebling“ (1975), stur-störrisch wie unbeirrt durch die (Drogen-)Szene, um sich Klarheit zu verschaffen. Dauernd wird er attackiert/verprügelt/aufgemischt, dennoch aber bleibt er „dran“.

Leidlich origineller, spannender 500.000 Dollar-Low-Budget-Thriller-Streich, der atmosphärisch bisweilen recht stimmungsvoll-„nachgemacht“ daherkommt, dann aber auch in der konstruierten Story-Beschreibung und Figuren-Palette ziemlich „wackelt“. Zur resigniert-pointierten Sprache und Atmosphäre der düsteren Vorbilder („Der Malteser Falke“/“Hammett“) fehlen Distanz und Professionalität: Hier stecken die jungen Typen noch in „viel zu großen Schuhen“; dennoch ein nicht unsympathisches, kleines, zorniges Übungs-Movie (= 2 ½ PÖNIs).

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