Brick Kritik

BRICK“ von Rian Johnson (B+R; USA 2005; 110 Minuten; Start D: 21.09.2006), einem Debütanten, der sich in etwa folgendes ausgedacht hat: Ein Thriller in der Mischung aus High-School-Movie und „Film Noir“-Kälte.

Story: Jungscher, couragierter Spund, Marke bebrillter Einzelgänger an einer südkalifornischen High-School, gerät durch den Hilfe-Anruf seiner Ex-Freundin in Aufruhr. Tapert wie einst eine Raymond-Chandler-Figur, wie etwa Robert Mitchum als ausgelaugter Privatschnüffler im Klassiker „Fahr zur Hölle Liebling“ (1975), stur-störrisch-unbeirrt durch die (Drogen-)Scene, um sich Klarheit zu verschaffen. Dauernd wird er attackiert/verprügelt/aufgemischt, dennoch aber bleibt er „dran“.

Leidlich origineller, spannender 500.000 Dollar-Low-Budget-Thriller-Streich, der atmosphärisch bisweilen recht stimmungsvoll-„nachgemacht“ daherkommt, dann aber auch in der konstruierten Story-Beschreibung und Figuren-Palette ziemlich „wackelt“. Zur resigniert-pointierten Sprache und Atmosphäre der düsteren Vorbilder („Der Malteser Falke“/Hammett) fehlen Distanz und Professionalität: Hier stecken die jungen Typen noch in „viel zu großen Schuhen“; dennoch ein nicht unsympathisches, kleines, zorniges Übungs-Movie (= 2 ½ PÖNIs).