Boudu Kritik

BOUDU“ von und mit Gèrard Jugnot (Fr 2005; 104 Minuten; Start D: 28.07.2005); er war der Lehrer aus „Die Kinder des Monsieur Mathieu“, der hier ein bereits mehrmals verfilmtes französisches Bühnenstück adaptiert (zuvor „Boudu – aus den Wassern gerettet“ von Jean Renoir, mit Michel Simon/1932 und „Zoff in Beverly Hills“ von Paul Mazursky, mit Nick Nolte/1986), und zwar diesmal mit GERARD DEPARDIEU in der (Titel-)Rolle des rotzig-aufdringlich-pfiffigen Obdachlosen, der eine Bürger-Familie ganz schön „in Schwung und Rage“ bringt. Das ist, natürlich, ein darstellerisches Fest für d i e Gallionsfigur des gallischen Kinos, für den klobigen, massigen, cleveren „Cyrano de Bergerac“- und „Obelix“-Helden Depardieu, der abstoßend und anregend zugleich zwischen dem triebgesteuerten Analphabeten und romantischen Träumer herumrotzt und dabei vielen hier, im sonnendurchfluteten Postkarten-Ambiente der Provence, prima auf die Nerven geht (= 3 PÖNIs).