Born to be wild Kritik

BORN TO BE WILD – Saumäßig unterwegs“ von Walt Becker (USA 2007; 100 Minuten; Start D: 19.04.2007); einem ausgebildeten Regisseur + Drehbuch-Autor. Zudem ist er auch als Produzent sowie als Schriftsteller tätig (sein erster Roman „Link“ stand vier Wochen lang auf der Bestseller-Liste der „Los Angeles Times“). Nach seinem Regie-Debüt mit „Die Hochzeitsfalle“ (2000/Komödie über sympathische Mitt-Zwanziger) und der dämlichen Teenager-Komödie „Party Animals – Wilder geht´s nicht“ (2002) kümmert er sich nun um in die Jahre gekommene männliche Mittelstandsbürger, präziser – um 4 vom existenziellen Leben wie auch vom Beziehungs-Dasein ziemlich gebeutelte/geschlauchte Kumpel in der schönsten Midlife-Crisis. Woody, Doug, Bobby + Dudley aus Cincinatti.

Die sind passionierte Motorradfahrer und sticht mittenmal „der Hafer des Lebens“. Und so düsen sie für ein ausgedehntes Wochenende mit ihren Maschinen los, „Easy Abenteuer-Rider“ im Sinn. Einfach/bloß mal weg von Zuhause, und als sie am Stadtrand sich auch ihrer Handys entledigen, ahnen wir bereits: Das kann nicht gutgehen. Geahnt, gewusst, erlebt, denn eine ziemlich ungehobelte Motorrad–Rocker-Bande taucht auf, um den 4 „Wild Hogs“ mächtig den Garaus zu machen/kräftig einzuheizen. Motto: Zoten, Zoff + Zitate.

In dieser nett-urigen, spätpubertären Selbstfindungs-Arie werden eben mal „Easy Rider“ (natürlich), der Klassiker „Deliverance – Beim Sterben ist Jeder der Erste“ (von John Boorman/1971/mit Burt Reynolds) sowie – mit besonderem Eifer – „Die sieben Samurai“ (1953) bzw. „Die glorreichen Sieben“ (1960) augenzwinkernd- klamottig zitiert. JOHN TRAVOLTA (53), TIM ALLEN („Santa Clause 1-3“), MARTIN LAWRENCE („Big Mama´s Haus“) + WILLIAM H. MACY („The Cooler“; „Fargo“) sowie RAY LIOTTA („GoodFellas“, „Hannibal“) mal wieder als aggressiver Rüpel/Bösewicht verhelfen diesem parodistischen Road-Movie zu reichlich Star-Appeal/-Atmosphäre. Mehr Selbstironie-Humor allerdings hätte ihnen wie überhaupt hier dem gesamten Stoff und der nicht annähernd ausgereizten Road-Movie-Biker-Show besser-getan. So bleibt alles irgendwo-irgendwie im freundlich-seichtem Unterhaltungs-Mittelmaß stecken (= 3 PÖNIs).

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