BLACK PANTHER

„BLACK PANTHER“ von Ryan Coogler (Co-B + R; USA 2017; Co-B: Joe Robert Cole; nach dem Marvel-Comic-Charakter/erstmals 1966; K: Rachel Morrison; M: Ludwig Göransson; 134 Minuten); die 18. hauseigene Marvel-Produktion stellt – erstmals – einen schwarzen Superhelden aus dem „Avenger-Team“ solo in den Mittelpunkt. Nach den Ereignissen von „The First Avenger: Civil War“ (s. Kino-KRITIK) kehrt Königssohn T’Challa alias „Black Panther“ (CHADWICK BOSEMAN) in seine afrikanische Heimat zurück, nach Wakanda. Wie sich herausstellt, ist Wakanda keine verarmte Entwicklungsregion, sondern eine hochtechnisierten Stammes-Zivilisation. Wo sein Vater einem Attentat zum Opfer gefallen ist, der Thron also neu besetzt werden muss. Natürlich stellen sich ihm fiese Rivalen in den Weg. Sowohl innerfamiliäre Kontrahenten wie sein streitsüchtiger, machtgieriger Cousin Erik Killmonger (MICHAEL B. JORDAN) wie auch Söldner Ulysses Klaue (ANDY SERKIS) und ein garstiger Typ namens M’Baku (WINSTON DUKE), der einem alternativen Glauben huldigt. Sie vereint: Die Gier nach der Herrschaft-hier und nach den vielen Bodenschätzen-Ressourcen im Lande. Black Panther seinerseits holt sich Verstärkung ins kämpferische Boot, darunter den CIA-Agenten Everett K. Ross (MARTIN FREEMAN) sowie eine Gruppe von legendären, bestens Kampf-erprobten Kriegerinnen der Gruppe „Dora Milaje“, unter denen sich auch seine Ex Nakia (LUPITA NYONG’O) befindet. Der überlange, 200 Millionen Dollar teure Action-Rummel kann beginnen.

Mit den üblichen gigantischen Tricksereien, den zahlreichen gladiatorischen Muskel-Spielen. Ich bin weder mit den Figuren noch mit dem üblichen Standard-Gekloppe von diesen Comic-Gestalten klargekommen. Es wird außerordentlich viel gesülzt, die Gut-Böse-Show besitzt nur Anstrengungs-„Vergnügen“; viel Hau-Drauf-Dampf wird großmäulig abgelassen. Palaver hier, plappernde Erläuterungen dort. „Black Panther“ ist optisch routiniert herausgeputzt, besitzt inhaltlich nur mehr ritualisierten 08/15-Reiz und kaum Nähe zu den Themen-Figuren. Chadwick Boseman, einst als Soul-Spezi James Brown in „Get on Up“ überragend (s. Kino-KRITIK), mimt hier den ersten afroamerikanischen Kino-Comic-Superhelden-Solisten mit viel Radau- und Charme-Mühe. Und was der einstige TV-„Sherlock“ Holmes Assi Martin („Dr. Watson“-)Freeman hier als weißer Freak und letztlich im „Star Wars“-Milieu abliefert, bleibt auf der unteren Dürftigkeitsskala. Der Comic-Rausch hat sich abgekühlt: „Black Panther“, der Film, mit – nebenbei – und auch völlig läppisch-überflüssig: „Oscar“-Preisträger Forest Whitaker als statischer Zeremonienmeister, ist nur langer, langatmiger, langweiliger Helden-Murks von der Marvel-Comic-Business-Stange (= 2 PÖNIs).