Biloxi Blues Kritik

Mike Nichols ist ein guter Hollywood-Regisseur. Das hat er durch Filme wie “Die Reifeprüfung“, “Catch 22“ oder “Silkwood“ bewiesen. Neil Simon zählt zu den besten Boulevard-Autoren der Welt. Viele seiner unzähligen Bühnenstücke wie “Barfuß im Park“ oder “Die Sunny-Boys“ wurden auch Film-Hits. Jetzt hat er den Mittelteil der autobiographischen Trilogie von Neu Simon unter dem Titel
BILOXI BLUES“ von Mike Nichols (USA 1988; 106 Minuten; Start D: 05.10.1989); verfilmt. Darin geht es um dessen Rekrutenzeit anno 1945.

Der junge Eugene alias Neil Simon trifft im Soldaten-Camp auf die unterschiedlichsten Charaktere. Alle sind dabei, vom jüdischen Intellektuellen über den bulligen Polen bis zum psychopathischen Ausbilder. Härte, Drill, aber auch Freizeit-Späße und erste Liebesversuche werden vorgeführt. Was an “Biloxi Blues“ stört, sind der verklärte Blick und der nostalgisch-gefühlvolle Dauer-Unterton. Und wenn am Ende sogar von der “schönsten Zeit meines Lebens“ die Rede ist, wird dieser zwiespältige Film regelrecht unangenehm.

Matthew Broderick, Christopher Walken und Corey Parker überzeugen in den Hauptrollen eines Films. Allerdings: Die deutsche Fassung ist verkalauert- schlecht geworden und nur für die Video-Auswertung gedacht. Daher die Empfehlung für die englische Originalfassung (= 3 PÖNIs).