The Big White Kritik

THE BIG WHITE – Immer Ärger mit Raymond“ von Mark Mylod (USA/D/Can./Neuseeland 2005; 100 Minuten; Start D: 20.04.2006); ist eine mit deutschem Fond-Geld hergestellte Co-Produktion und im „eisigsten Eis“-überhaupt angesiedelt: In einer Kleinstadt in Alaska. Dort ist ein Reisebürobesitzer, der auf Südseereisen spezialisiert ist, völlig blank. Zudem leidet seine Ehefrau an einer „extremen“ psychischen Störung, deren Behandlung die Krankenkasse nicht bezahlen will. Um die Pleite abzuwenden, will er an die Lebensversicherung seines seit 5 Jahren verschwundenen Bruders Raymond heran. Doch fortan steht ihm sowohl ein von seinem Ehrgeiz zerfressener junger Versicherungsagent ebenso im Weg wie zwei Möchtegern-Gangster, deren Leiche er „benutzt“. Und die diese aber unbedingt für ihren Boss „benötigen“. Und dann taucht auch noch sein widerwärtiger, „toter“ Bruder auf.

Alles klar?: Hier sind die „Bösen“ DIE, mit denen man mitfiebert, und die „Guten“, denen man die Pest an den Hals wünscht. Dazu aberwitzige/abartige Situationen mit ebensolchem „schwarzem Humor“, absurde Verwicklungen, kunterbunt-originelle EISIGE Wendungen. Also: Es dominiert der ganz SCHRÄGE Komödien-Charme, mit durchweg skurrilem Personal und bissigen Pointen. Und: Die ganze Chose funktioniert ordentlich, weil namhafte Akteure hier gerne „die krumme Sau“ `rauslassen: „Oscar“-Star ROBIN WILLIAMS („Good Will Hunting“; „Good Morrning, Vietnam“, „Der Club der toten Dichter“) trickst vergnüglich-böse herum; „Oscar“-Preisträgerin HOLLY HUNTER („Das Piano“) darf köstlich und ausgiebig herumfluchen; WOODY HARRELSON („Larry Flint“ – Die nackte Wahrheit“; „Natural Born Killers“) ist einmal mehr der (ganz) üble Typ überhaupt, und GIOVANNI RIBISI („Heaven“ von Tom Tykwer) bekommt als Gerechtigkeitsfanatiker pausenlos-schön die Gusche poliert.

Ein feines Ensemble, das sich hier zu einem angenehm- „schlimmen“, überdrehten SCHWARZEN SPAß zusammengefunden hat. Typisch-„unordentliche“, feine „Okay“-Unterhaltung… (= 3 PÖNIs).