Bestie Krieg Kritik

Unappetitlich kommt der nächste US-Film daher. „BESTIE KRIEG“ von Kevin Reynolds (USA 1988; 111 Minuten; Start D: 29.09.1988); spekuliert auf einen Anti-Kriegsfilm.

Der spielt in Afghanistan und schildert das Treiben einer russischen Panzerbesatzung, die nach einem Massaker an Einheimischen von der Einheit abgetrennt und von Rebellen verfolgt und gejagt wird. Im Mittelpunkt stehen keine diskutablen politischen Statements und Positionen, sondern die billig entwickelten unterschiedlichen Charaktere der Russen. Deren Anführer eine Ausgeburt von Sadist und Menschenfeind ist, während drum herum von Holzköpfen bis Grübler alles vertreten ist. Und auf der afghanischen Seite werden eher Karl May-Figuren als ernst und seriös beschriebene Menschen sichtbar.

“Bestie Krieg“ klagt denn auch nur pseudohaft an und ist viel mehr an seinen ekelhaften und abstoßenden spektakulären Action-Details interessiert. Zudem wirken die Ami-Schauspieler als Russen nicht nur wegen ihrer englisch/deutschen Sprache geradezu absurd (= 1 PÖNI).