Banklady Kritik

BANKLADY“ von Christian Alvart (D 2012; B: Christoph Silber, Kai Hafermeister; K: Ngo The Chau; 117 Minuten; Start D: 27.03.2014); SIE war die erste Bankräuberin in Deutschland, GISELA WERLER.

Die Tochter eines Bauschlossers aus Altona überfiel in den Sechziger BRD-Jahren mit ihrem Komplizen und Geliebten Hermann Wittdorf (CHARLY HÜBNER) 19 Banken und machte als stets „höfliche und schicke“ Räuberin damals „bunte“ Schlagzeilen. Der Film folgt ihren Spuren, verhakt sich dabei aber in seinen sich nie verändernden langweiligen Figuren. Vor allem ganz übel: HEINZ HOENIG als dussliger autoritärer Dumpfbacken-Polizist und der unzumutbare KEN DUKEN als forscher Jungspund von amtlichem Ermittler. Unerträglich im Sagen, Laufen, Dummdenken und überhaupt: Anzuschauen. Während der offensichtliche Nazi-Papa von Mädel Gisela (Jürgen Schornagel) so etwas von eindimensional eklig angelegt ist, dass jeder Spaß vergeht. Der schon mit vorherigen Kinofilmen wie „Antikörper“, „Fall 39“ oder „Pandorum“ nicht unbedingt „toll“ aufgefallene 39jährige „Tatort“-Regisseur Christian Alvart (u.a. 3 x für „Borowski“) kann hier nur mit seiner Hauptakteurin, der erotischen Powerfrau NADESHA BRENNICKE, atmosphärisch punkten. Mit ihren naiven Schlafzimmerblicken drückt sie jeden Kerl in die Defensive. Bis auf Hermann, aber DEN kriegt sie schließlich auch unter ihre emotionale Fuchtel.

„Banklady“ ist laues Fernsehen im Kino. Vorhersehbar, keine größere Anteilnahme möglich, von überschaubarem Reiz, mit behäbigem Personal und einer lakonisch-netten Titel-Perle (= 2 PÖNIs).