Babettes Fest Kritik

BABETTES FEST“ von Gabriel Axel (B+R; Dänemark 2008; 102 Minuten; Start D: 08.12.1988); wurde nach einer Novelle der “Jenseits von Afrika“- Schriftstellerin Tania Blixen angerichtet.

Karg ist das Dasein der Menschen in einem kleinen Fischerdorf an der dänischen Küste gegen Ende des vorigen Jahrhunderts. Man gibt sich streng puritanisch und gläubig, vermeidet jede Ablenkung oder „teuflische“ Veränderung, glaubt sich eins mit dem lieben Gott. Doch die wenigen Fremden, die sich hierher verirren, bekommen bleibende Momente mit für ihr ganzes Leben. Die Französin Babette verschlägt es auch in diese Gegend. Als Hausmagd findet sie bei zwei Schwestern ihr Auskommen. 14 Jahre später verschafft ihr ein Lotteriegewinn die Möglichkeit, sich auf überaus großzügige, lukullische Weise zu bedanken.
Gesagt, getan. Aber die Gemeinde ist skeptisch und zunächst überhaupt nicht bereit, dieses großzügige Angebot zu erkennen und wenigstens zu genießen.
Doch nach und nach…

“Babettes Fest“ ist ein feiner, leiser, sensibler Erzählfilm. Mit aufregend unbekannten, interessanten Gesichtern inmitten einer verschmitzt-ironischen Atmosphäre und Spannung. Und schließlich, siehe Titel, einem Festessen, das nicht nur die Gaumen der Beteiligten a u f der Leinwand anmacht. “Babettes Fest“ ist der erste große, richtige Ess-Film der Leinwandgeschichte und kreiert ein neues Genre (= 4 PÖNIs).