Auftrag Rache Kritik

AUFTRAG RACHE“ von Martin Campbell (USA/GB 2009; 117 Minuten; Start D: 11.03.2010), heißt im Original „Edge of Darkness“, also „Rand der Dunkelheit“, und wurde von „Oscar“-Preisträger William Monahan („Departed – Unter Feinden/Scorseses „Oscar“-Film von 2006) und dem renommierten australischen Autor Andrew Bovell („Strictly Ballroom“/1992) geschrieben. Der 69jährige, in Neuseeland geborene Bond-Regisseur Campbell („GoldenEye“/1995 + „Casino Royale“/2006) schuf dabei ein Leinwand-Remake seines von ihm 1995 realisierten britischen TV-Mehrteilers „Edge of Darkness“, der einst auch hierzulande in den Dritten TV-Programmen lief.

In der Comeback-Hauptrolle: Der inzwischen 53jährige, meist aber hier wie gefühlte 70 aussehende MEL GIBSON („Mad Max“; die „Lethal Weapon“-Hits) als Rache-Typ. Gibson, der zuletzt als Regisseur mit den extremen Brutal-Filmen „Die Passion Christi“ (2004) und „Apocalypto“ (2006) zwischen provozierend bis kontrovers (unangenehm) auffiel, spielt hier einen desillusionierten Bostoner Polizisten, der den miterlebten Mord an seiner Tochter aufklären, besser rächen will. Dabei stößt er nicht nur auf Hinweise, daß seine Tochter ein Doppelleben führte, sondern auch auf eine üble politische Intrige. Bei der auch ein undurchsichtiger Regierungsbeamter (RAY WINSTONE/“Sexy Beast“/2000) „merkwürdig“ mitmischt. Konfuse Story um ein „übliches“ Komplott zwischen Industrie und Politik(er) und ein in die Jahre gekommener Solo-Cop, der keiner „Rauferei“ aus dem Weg geht: „Auftrag Rache“ – ein Action-Krimi der durchschnittlichen Spannung und Beliebigkeit (= 2 ½ PÖNIs).