Arachnophobia Kritik

ARACHNOPHOBIA“ von Frank Marshall (USA 1990; 103 Minuten; Start D: 10.01.1991)

Riesige Wasserfälle, reißende Ströme, Urwälder, dunstige Täler – Grün satt. Das ist das Paradies, oder jedenfalls scheint es so, auf den ersten Blick.
Doch zischende Geräusche, Augen und haarige Beine die in Bäumen und Büschen lauern, lassen Böses ahnen. “Arachnophobia“ heißt der Film von Frank Marshall. Arachnophobia‚ das ist die krankhafte Angst vor Spinnen.

Eine Expedition von Insektenforschern bringt aus dem Dschungel viele tote Schmetterlinge, Käfer und Spinnen mit. Nur eine Spinne lebt. Sie reist im Sarg ihres ersten Opfers nach Amerika. Und landet ausgerechnet in dem kleinen kalifornischen Nest Canaima. – In Canaima ist auch gerade Dr. Jennings (JEFF DANIELS) mit seiner Familie gelandet. Hier will er in Ruhe seinen Lebensabend verbringen. Aber daraus wird nichts. Die Spinne hält das Dorf in Trab und Dr. Jennings hat fürchterliche Angst vor Spinnen. Doch Dr. Jennings Furcht zeigt sich bald als begründet. Denn die Killerspinne rottet nach und nach das ganze Dorf aus.

“Arachnophobia“ ist eine gelungene Mischung aus Horror- und Familienfilm. Es ist ein unterhaltsamer Film mit einer geschickt aufgebauten Dramaturgie. Jeder Schritt, jede Szene im Film ist nachvollziehbar. Oft fühlt sich der Zuschauer als Eingeweihter. Er ahnt was bald darauf passieren wird, lebt und schwitzt mit den Hauptdarstellern mit.

Frank Marshall über die Art,wie er in “Arachnophobia“ Spannung aufgebaut hat:
“Ich habe viel Zeit damit verbracht, mir Filme von Hitchcock anzusehen. Und eine Methode, wie er Spannung aufgebaut hat, ist die der Vorstellungskraft.
Mit anderen Worten: In den Köpfen der Zuschauer kann man viel mehr Spannung erzeugen, als wenn man alles immer direkt auf die Leinwand bringt. Also hab ich im Film ganz viel weggeschnitten, bevor etwas wirklich Schreckliches passiert.“

“Arachnophobia“ von Frank Marshall, das ist Horror und Humor. Das ist der Lacher, der einem im Hals stecken bleibt (= 4 PÖNIs).